Kriminalstatistik

Aufklärungsquote der Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg weiter auf Höhenflug

Sind stolz auf die gute Aufklärungsquote: Von links Polizeipräsident Günther Voß, Bad Hersfelds Polizeidirektionsleiter Rainer Neusüß, Polizeihauptkommissarin Conny Jehnert, Brandermittler Eike Barth und Martin Nickl, Leiter der Bad Hersfelder Kriminalpolizei, vor dem Einsatzfahrzeug der Brandermittler.

Hersfeld-Rotenburg. Es ist eine von zwei positiven Nachrichten: Die Zahl der registrierten Straftaten ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im vergangenen Jahr wieder zurückgegangen.

Auch die zweite verkündete Polizeipräsident Günther Voß am Freitag während der Präsentation der Kriminalstatistik in der Polizeidirektion in Bad Hersfeld: Auch die Aufklärungsquote ist nach dem bisherigen Höchststand in 2016 von 65,6 Prozent auf nunmehr 66,1 Prozent angestiegen.

Negatives gab es aber auch zu berichten. Während es in 2016 keinen Tötungsdelikt gegeben hatte, bezahlten in 2017 gleich drei Menschen Gewaltattacken mit ihrem Leben.

Im Vergleich zum Jahr 2016 sank 2017 die Zahl der Straftaten von 5862 auf 5506 ab. 3637 dieser in 2017 begangenen Straftaten wurden aufgeklärt. Insgesamt ermittelten die eingesetzten Beamten im abgelaufenen Jahr 2739 Tatverdächtige. In 2016 betrug die Zahl der Tatverdächtigen 2934.

Mehr Wohnungseinbrüche

Während in den meisten Bereichen die Zahl der Straftaten in 2017 rückläufig war, stieg sie aber auch zweimal an. So wurden 116 Wohnungseinbrüche gezählt. 28 mehr als noch im Jahr 2016. Und die Zahl der Rauschgiftdelikte erhöhte sich von 513 auf 557.

Gewalt gegen Polizisten

Besonders auffällig ist, dass immer häufiger auch Polizeibeschäftigte Opfer von Straftaten werden. Waren es 2015 nur 26 und 2016 dann 41, so wurden im vergangenen Jahre 50 derartige Delikte aktenkundig.

Auch die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind von 34 auf 83 nach oben geschnellt. Alleine beim „Enkeltrick und Schockanrufen“ wurden 24 ältere Menschen Opfer. In 2016 waren es nur zehn.

Fast ein Drittel aller aktenkundig gewordener Straftaten entfiel auf den Bereich Diebstahl (29,6 Prozent), gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten (18,6 Prozent) sowie Körperverletzungen (11,3 Prozent).

Von Mario Reymond

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