Entwicklung im Jahr 2017 und im Januar 2018

Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Mehr Stellen und weniger Arbeitslose

Mehr Stellen und weniger Arbeitslose: Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, hat am Mittwochmorgen gemeinsam mit Horst Kramer (Geschäftsführer Operativ) bei einer Pressekonferenz in Eiterfeld eine positive Bilanz zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr 2017 gezogen. 

Im Jahresdurchschnitt waren im vergangenen Jahr im Agenturbezirk (umfasst die Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg) 6.328 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent in 2016 auf 3,4 Prozent (Fulda: 2,9 Prozent; Hersfeld-Rotenburg: 4,4 Prozent). 

Von der positiven Entwicklung haben nahezu alle Personengruppen profitiert; am stärksten Frauen (-3,9 Prozent auf 2.908) und ältere Arbeitslose über 50 Jahre (-8,9 Prozent auf 2.109), wobei weiterhin ein Drittel aller Arbeitslosen 50 Jahre oder älter ist. Dem Bundestrend entsprechend ist im Kontext der Fluchtthematik die Arbeitslosigkeit bei Menschen ohne deutschen Pass in 2017 angestiegen – im Agenturbezirk um 24,7 Prozent auf 1.666. „Da verhältnismäßig viele Arbeitsuchende mit Fluchthintergrund jüngeren Alters sind, stieg auch die Arbeitslosigkeit bei der Personengruppe der Unter-25-Jährigen an“, erklärte Waldemar Dombrowski. 

Im Jahresdurchschnitt waren 716 Personen unter 25 Jahren erwerbslos und somit knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt lagen dem Arbeitgeberservice der Agentur in den Landkreisen Fulda und Hers¬feld-Rotenburg im Bestand 3.561 Stellen zur Vermittlung vor, 355 mehr als im Vorjahr. Besonders starke Zuwächse gab es unter anderem im Baugewerbe und in der Gastronomie. „Immer mehr Stellen, vor allem für Fachkräfte, können nur schwer besetzt werden“, erklärte Horst Kramer. 

Besonders schwer zu bekommen sind Fachkräfte im Handwerk (Tischler, Dachdecker, Maler, Lackierer u.a.), im Bereich Gesundheit und Pflege sowie im Lebensmittelverkauf (Fleischerei, Bäckerei). Auch Berufskraftfahrer werden von den Unternehmen an Logistikstandorten in der Region dringend gesucht. „Obwohl die strukturellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt gewachsen sind, ist es uns gelungen, das Gros der offenen Stellen im Durchschnitt innerhalb von rund drei Monaten zu besetzen“, stellte Waldemar Dombrowski fest. 

Der Arbeitsmarkt im Januar 2018 im Agenturbezirk

Saisonal und damit erwartungsgemäß ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Zum Ende des Monats sind 6.487 Menschen arbeitslos gemeldet – 638 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,5 Prozent an (Dezember: 3,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und die Jobcenter der Landkreise einen Rückgang um insgesamt 257 Arbeitslose, während der Stellenbestand bei der Arbeitsagentur mit 3.655 freien Stellen um rund 14 Prozent über dem des Vorjahres lag. „Wir sind von einer soliden Ausgangsbasis aus ins neue Jahr gestartet. Die Konjunkturerwartungen sind weiterhin positiv, so dass wir für 2018 einen erneuten moderaten Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten“, kommentierte Agenturleiter Dombrowski, der davon ausgeht, dass sich der Bedarf an Fach- und Hilfskräften im kommenden Jahr weiter verstärken wird. 

Um möglichst alle Potenziale für die berufliche Ausbildung und spätere Berufstätigkeit zu nutzen, bietet die Arbeitsagentur ausbildungsbegleitende Hilfen an. Horst Kramer (Geschäftsführer Operativ) berichtete, dass insgesamt 98 Frauen und Männer an verschiedenen Standorten in den beiden Landkreisen in 2017 mit Qualifizierungsmaßnahmen begonnen haben, die zu einem Berufsabschluss führen sollen. 

Der Arbeitsmarkt im Jahr 2017 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 

Die Arbeitsmarktlage im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sich im vergangenen Jahr relativ stabil gezeigt. Im Jahresdurchschnitt waren 2.811 Menschen arbeitslos gemeldet – 65 mehr als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). Personengruppen „Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass deutlich mehr Personen mit Fluchthintergrund eine Arbeitsstelle suchen“, erklärte Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, bei der Pressekonferenz in Eiterfeld. 

Dem bundesweiten Trend entsprechend nahm die Arbeitslosigkeit bei Menschen ohne deutschen Pass im vergangenen Jahr deutlich zu und liegt nun bei 809. Da ein Großteil der ausländischen Arbeitslosen jüngeren Alters ist, stieg auch die Arbeitslosigkeit in der Personengruppe der Unter-25-Jährigen an. Im Jahresdurchschnitt waren 303 Personen unter 25 Jahren erwerbslos und somit knapp ein Viertel mehr als im Vorjahr. Von der weiterhin robusten Konjunktur profitieren konnten hingegen ältere Personen Im Jahresdurchschnitt waren 889 Frauen und Männer über 50 Jahren arbeitslos gemeldet, was einem erfreulichen Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Stellen Der Zugang der Stellen ist mit 6.419 hoch ausgefallen, wenn auch niedriger als im Vorjahr. Gleichwohl lagen dem Arbeitgeberservice der Agentur in Bad Hersfeld im Durchschnitt monatlich 1.220 Stellen zur Vermittlung vor. Dies waren im Bestand 39 mehr als im Vorjahr. „Immer mehr Stellen, vor allem für Fachkräfte, können nur schwer besetzt werden“, erklärte Agenturleiter Dombrowski, „Obwohl die strukturellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt gewachsen sind, ist es uns gelungen, das Gros der offenen Stellen im Durchschnitt innerhalb von rund drei Monaten zu besetzen“. 

Der Arbeitsmarkt im Januar 2018 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 

Saisonal und damit erwartungsgemäß ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Zum Ende des Monats sind 2.811 Menschen arbeitslos gemeldet – 215 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent an (Dezember: 4,1 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und das Jobcenter des Landkreises leichten einen Anstieg um insgesamt 62 Arbeitslose, während der Stellenbestand bei der Agentur für Arbeit mit 1.260 freien Stellen um fast 22 Prozent über dem des Vorjahres liegt. „Wir sind von einer soliden Ausgangsbasis aus ins neue Jahr gestartet. Die Konjunktur im Agenturbezirk ist weiterhin stabil, so dass wir für 2018 einen moderaten Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten“, kommentierte Waldemar Dombrowski, der davon ausgeht, dass sich der Bedarf an Fach- und Hilfskräften im kommenden Jahr weiter verstärken dürfte.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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