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Arbeitsmarkt trotz Energiekrise noch stabil – Risiken für die Wirtschaft

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Von: Mario Reymond

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Der Arbeitsmarkt in Waldhessen zeigte sich Ende September trotz der Energiekrise weiterhin stabil.
Der Arbeitsmarkt in Waldhessen zeigte sich Ende September trotz der Energiekrise weiterhin stabil. © Arbeitsagentur

Der Arbeitsmarkt in Waldhessen zeigte sich Ende September trotz der Energiekrise weiterhin stabil. Zum Monatsende gab es mit 2390 Arbeitslosen 153 weniger als im August.

Hersfeld-Rotenburg – Zum Monatsende gab es mit 2390 Arbeitslosen 153 weniger als im August, die Arbeitslosenquote sank auf 3,7 Prozent (Vormonat: 4,0; Vorjahr: 3,4). Im Altkreis Rotenburg rutschte die Arbeitslosenquote auf 4,0 Prozent (Vormonat: 4,3).

„Unser Arbeitsmarkt hat die Pandemie weitgehend hinter sich gelassen und weist Anzeichen einer Herbstbelebung auf. Erfahrungsgemäß werden nach den Sommerferien zahlreiche Beschäftigungsverhältnisse begründet“, erklärte Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda die Entwicklung.

Das Jobcenter des Landkreises verzeichnete 1701 Arbeitslose (24 weniger als im August)

Sowohl bei der Arbeitsagentur als auch beim Kreisjobcenter verzeichnete man einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zum August. Bei der Agentur für Arbeit waren 689 Menschen erwerbslos gemeldet, 129 weniger als im August. Das Jobcenter des Landkreises verzeichnete 1701 Arbeitslose (24 weniger als im August).

Insbesondere jüngere Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg profitierten wohl von der positiven Entwicklung. 276 Personen unter 25 Jahren waren im September arbeitslos gemeldet. 27 weniger als im August. Ein Großteil der Ausbildungsabsolventen, die nicht direkt eine Weiterbeschäftigung erhalten hatten, wurden laut Dombrowski mittlerweile aber in den Arbeitsmarkt integriert.

Mehr Personen fanden den Weg zurück in eine Anstellung

Zudem hatten sich im September weniger Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet als im August. Zugleich fanden mehr Personen den Weg zurück in eine Anstellung, was Dombrowski als Signal für eine beginnende saisonale Belebung wertete. Aber er mahnte: „Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir weniger Abgänge in eine Beschäftigung. Das könnte ein erster Indikator für die gestiegenen Risiken für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sein“.

Auch die Anzahl der offenen Stellen hatte sich binnen der Jahresfrist verringert. Ende September waren für Hersfeld-Rotenburg 1190 Stellen gemeldet – 15,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Gleichwohl werden qualifizierte Fachkräfte in zahlreichen Branchen nach wie vor dringend gesucht“, so Dombrowski. (Mario Reymond)

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