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Anwohner empört wegen Baumfällarbeiten entlang des Mündersbachs

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Von: Achim Meyer

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Stellen am Mündersbach nach den Arbeiten. Foto: Meyer
Stellen am Mündersbach nach den Arbeiten. © Meyer

Rotenburg. Aufgebracht und empört haben einige Anwohner auf die Fällung zahlreicher Bäume entlang des Mündersbachs reagiert.

Mitarbeiter des Bauhofs haben begonnen, entlang des Bachlaufs zwischen Wilhelminenhof und der Tennisanlage in Rotenburg Büsche zu entfernen und Bäume zu fällen.

Einem Anwohner blutete das Herz, als er das kahle Bachufer sah. „Eine Schweinerei ist das“, schimpft er. Der Garten seines Grundstücks an der Straße VDK-Siedlung grenzt an den Bachlauf. Mehrere Erlen wurden hier gefällt, Sträucher entfernt.

Für die Argumente des Umweltbeauftragten Heinrich Wacker vom städtischen Bauamt hat er kein Verständnis. Die Bäume müssten gefällt werden, weil sie den Hochwasserabfluss behinderten. Wacker erinnerte an das Hochwasser im vergangenen Herbst, das einige Häuser am Bach stark betroffen hatte. Außerdem, so Wacker, hätten sich einige Bäume zu weit über die Straße geneigt. Etwa 15 Bäume würden deshalb gefällt.

Stellen am Mündersbach nach den Arbeiten. Foto: Meyer
Stellen am Mündersbach nach den Arbeiten. © Meyer

Für Anwohner Willi Ziligen gehen die Maßnahmen viel zu weit. Von Hochwasser, so ein Nachbar, sei er in mehreren Jahrzehnten nur zweimal betroffen gewesen. Für die Anwohner sei der Bewuchs am Bach wichtiger Lärm- und Lichtschutz gewesen. 

Die Fällarbeiten können nicht rückgängig gemacht werden. Ein Anwohner fordert deshalb, dass das Bachufer schnell neu bepflanzt wird. Entwicklungsfähige Erlen würden stehen gelassen, verspricht Heinrich Wacker. Und Weiden würden schnell austreiben und seien schon im nächsten Jahr wieder über anderthalb Meter hoch.

Von Achim Meyer

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