Prozess in Fulda

Drei Angeklagte vor Gericht: Mann aus Bebra bestohlen, erpresst und bedroht

Fulda/Bebra. Schwerer Raub, Körperverletzung und Einbruchdiebstahl: Die Vorwürfe gegen drei Männer im Alter von 32, 28 und 26 Jahren wiegen schwer.

Ab sofort müssen sie sich vor der 1. großen Strafkammer des Landgerichts Fulda verantworten. 

Ihr Opfer, ein Mann aus Bebra, sollen die Angeklagten zwischen Oktober und Dezember 2016 gleich mehrfach heimgesucht haben. Im ersten Fall sollen zwei der Männer gewaltsam in die Wohnung des Bebraners eingedrungen sein, ihn geschlagen und gefesselt haben und mit einem Messer zur Herausgabe des Tresorschlüssels gezwungen haben. Nachdem auch der dritte Angeklagte, der wusste, wo sich der Tresor befand, am Tatort erschienen war, sollen sie eine goldene Panzerkette, ein vergoldetes Feuerzeug und mehr als 1000 Euro aus selbigem entwendet haben. Anschließend sollen sie die Wohnung durchsucht und neben einer Rolex-Uhr auch noch hochwertigen Goldschmuck gestohlen haben.

Etwa einen Monat später sollen sich zwei der Angeklagten wiederum zu ihrem Opfer begeben haben, um 30 000 Euro zu erpressen. Da er diese nicht hatte, sollen sie ihn erneut gezwungen haben, den Tresor zu öffnen und Schmuck für 2200 Euro entnommen haben. Ferner sollen sie ihn gezwungen haben, an verschiedenen Automaten insgesamt 4000 Euro abzuheben, sowie ihn unter Androhung von Gewalt aufgefordert haben, am nächsten Tag 40.000 Euro abzuheben. Nur zwei Tage später sollen die gleichen Männer den Bebraner in Philippsthal auf einem Parkplatz abgepasst haben, um ihn zu berauben. Als er schrie, flohen sie samt seinem Fahrzeugschlüssel, an dem sich auch der Haustürschlüssel befand.

Im Dezember sollen die Angeklagten dann laut Staatsanwaltschaft erneut gemeinsam in das Wohnhaus ihres Opfers eingedrungen sein. Mit seiner EC-Karte hoben sie in der Folge jeweils 1000 Euro ab.

Die Angeklagten befinden sich seit März 2017 in Untersuchungshaft. Bis Januar 2018 sind weitere acht Verhandlungstage angesetzt. 

Quelle: HNA

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