Kandidat im Wahlkreis 11 Hersfeld-Eiterfeld steht fest

CDU schickt Andreas Rey bei der Landtagswahl im Oktober ins Rennen

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Andreas Rey (Mitte) tritt für die CDU als Landtagskandidat an. Unser Foto zeigt ihn mit seinen Parteifreunden (von links) Herbert Höttl, Timo Lübeck, Lena Arnoldt und Walter Arnold bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz in Eiterfeld.

Eiterfeld. Andreas Rey aus Bad Hersfeld tritt als CDU-Kandidat im Wahlkreis 11 (Hersfeld-Eiterfeld) bei der Landtagswahl an.

Der 39-jährige Andreas Rey soll für die CDU im neu zugeschnittenen Wahlkreis Hersfeld-Eiterfeld nach einer gefühlten Ewigkeit wieder das Direktmandat bei der Landtagswahl am 28. Oktober erringen. In einer Kampfabstimmung konnte sich der CDU-Kreisgeschäftsführer und Bad Hersfelder Stadtfraktionschef gegen den 50-jährigen Leiter der Modellschule Obersberg Karsten Backhaus durchsetzen. 

Die Entscheidung fiel im CDU-Herzland – im traditionell konservativen Landkreis Fulda. Seit der Neuordnung der Wahlkreise gehört Eiterfeld zum Wahlkreis 11 (Hersfeld), worüber sich der osthessische CDU-Bezirkschef Dr. Walter Arnold „nicht sehr glücklich“ zeigte. 

Als Referenz an die neuen Wahlkreisdelegierten hatte der Hersfelder CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck die Wahlversammlung ins Bürgerhaus nach Eiterfeld eingeladen. Lübeck lobte den fairen Wahlkampf der beiden Bewerber und betonte, dass beide von Anfang an deutlich gemacht hätten, dass Eiterfeld nun ein zentraler Bestandteil des Wahlkreises ist. 

Landrat Dr. Michael Koch hob hervor, dass es schon immer vielfältige Verbindungen zwischen Eiterfeld und Hersfeld gegeben habe. 

Dann wurde es ernst. Bürgermeister Walter Glänzer schlug als „Neuensteiner einen Neuensteiner vor“ und nannte Karsten Backhaus ein „Vorbild an Durchsetzungskraft“. Bad Hersfelds Erster Stadtrat Gunter Grimm nominierte Andreas Rey. Einen Kandidaten aus Eiterfeld gab es nicht. 

Karsten Backhaus nutzte seine Bewerbungsrede, um sich bei den Parteifreunden vorzustellen und betonte seine lokale Verwurzelung in der Region sowie seine Willensstärke und Führungserfahrung. Offen bekannte er sich zu seiner Vergangenheit als langjähriges SPD-Mitglied, obwohl die letzen „acht bis neun Jahre in der SPD für mich eher eine Qual waren“. Er kritisierte die „Diskussion um die ewige Gleichmacherei“ in der SPD. Klar bekannte er sich zu den Zielen der CDU und zu Ministerpräsident Volker Bouffier. 

Andreas Rey nutzte seine Rede, um zunächst ausführlich die Erfolge der CDU-Politik für das Land und die Region zu beschreiben. Er kritisierte die „permanente Rummäkelei der SPD an der Landesregierung“ und bekannte sich ausdrücklich zu K+S. Die Kumpel bräuchten einen verlässlichen Partner vor Ort. „Darum werde ich mich kümmern.“ 

Während sich Landrat Dr. Michael Koch demonstrativ hinter Karsten Backhaus stellte („Er kennt hier Hinz und Kunz“), warben Gunter Grimm, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich und Holger Schwaab von der Mittelstandsvereinigung der CDU für Rey. 

So betonte Grimm das langjährige Engagement Reys für die Ziele der CDU. „Diese aktive Mitarbeit muss sich auch lohnen.“ 

Dieser Ansicht folgte die Mehrheit der Delegierten. Andreas Rey erhielt 31 von 55 abgegebenen Stimmen bei zwei Enthaltungen, Karsten Backhaus kam auf 22 Stimmen. Damit ist Rey im Rennen.

Quelle: HNA

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