Alheims Parlament beschließt Neubau

Sterkelshäuser bekommen ein neues Feuerwehrgerätehaus

Hat bald ausgedient: Das alte Feuerwehrgerätehaus in Sterkelshausen soll verkauft werden, sobald die Wehr in den geplanten Neubau am zukünftigen Standort umziehen kann. Archivfoto: Janz

Heinebach. Ein energieautarkes Rathaus, der Bau eines neuen Feuerwehrhauses und die Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten und Gemeinden – das waren nur einige Themen, die Alheims Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung in Heinebach diskutiert haben.

Wir stellen die wichtigsten Beschlüsse vor.

Neues Feuerwehrhaus

Um die Einsatzfähigkeit der Sterkelshäuser Feuerwehr langfristig zu sichern, ist es zwingend erforderlich, ein neues Gerätehaus zu bauen. Das alte entspricht nicht mehr den gesetzlichen und arbeitssicherheitstechnischen Anforderungen. Dafür machten Alheims Gemeindevertreter den Weg mit einem einstimmig gefassten Beschluss frei. Für 50.000 Euro soll zunächst ein 1765 Quadratmeter großes Grundstück für den neuen Standort am Ortsausgang Richtung Oberellenbach gegenüber des Friedhofsparkplatzes gekauft werden. Dort soll dann für 500.000 Euro ein neues Gerätehaus entstehen. In den Kosten enthalten sind laut Planung auch die Außenanlagen, Grünflächen sowie eine Abgas-Absauganlage. Laut Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke hofft die Gemeinde auf die bestmögliche Förderung – dann würde das Land Hessen 40 Prozent der 500.000 Euro übernehmen.

Auch für die Verwendung des bisherigen Feuerwehrhauses gibt es Pläne: Der Alheimer Gemeindevorstand hat sich damit mehrfach beschäftigt und nach verschiedenen anderen Überlegungen nun den Verkauf empfohlen. Auch die Veräußerung des alten Gerätehauses beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig.

Photovoltaikanlage

Das Rathaus der Gemeinde Alheim in Baumbach soll durch eine Photovoltaikanlage mit Speichertechnologie energieautark werden – seinen benötigten Strom in einer Größenordnung von jährlich rund 14.000 Kilowattstunden also selbst erzeugen. Dafür soll auf den Dachflächen entsprechende Photovoltaiktechnik verbaut werden. Um ein sicheres Versorgungssystem auch im Hinblick auf die Server und EDV-Technik zu gewährleisten, ist es notwendig, eine Speichertechnologie zur Stabilisierung des Stromdurchlaufes mit einzubauen, berichtet Bürgermeister Lüdtke. Die Kosten für die Gesamtanlage – ein Angebot der Kirchner Solar Group liegt vor – beläuft sich auf rund 62 000 Euro. Laut Berechnungen würde sich die Anlage nach 20 Jahren selbst finanziert haben. Einstimmig – bei drei Enthaltungen aus den Reihen der CDU-Fraktion – beschloss das Gemeindeparlament die Anschaffung der Anlage. Ziel ist es laut Lüdtke, „die Anlage im ersten Quartal 2018 aufs Dach zu bekommen“. Das Geld dafür ist bereits im Nachtragshaushalt eingeplant, der in der Sitzung Anfang Dezemberg diskutiert und beschlossen werden soll.

Nachtragshaushalt

Wegen größerer Abweichungen bei den Ansätzen für das Haushaltsjahr 2017 müssen diese korrigiert werden. Einen entsprechenden Nachtragshaushalt legte Bürgermeister Lüdtke dem Gemeindeparlament vor. „Trotz erheblicher Veränderungen konnten wir auch die erste Nachtragssatzung ausgleichen und sogar einen Überschuss im Ergebnishaushalt von 1639 Euro erwirtschaften“, erklärte Lüdtke. Der Haushaltsausgleich sei gemeinsam gelungen, weil gemeinsam „eisern gespart wurde“.

Erweiterung der "ZuBRA"

Um die Parlamentarier darüber zu informieren, wie sich die Erweiterung der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und Städten in der sogenannten „Interkommunalen Zusammenarbeit ZuBRA 2030+“ auswirken könnte, waren Studenten der Universität Kassel zur Sitzung nach Heinebach gekommen. Sie stellten ihre Recherchen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Vorschläge vor.

Im Anschluss stimmten die Gemeindevertreter mit 13 Ja- bei zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen der CDU-Fraktion mehrheitlich für den Beitritt der Gemeinden Ronshausen, Wildeck, Cornberg und Nentershausen zur bislang zwischen Bebra, Rotenburg und Alheim bestehenden interkommunalen Zusammenarbeit. Der Gemeindevorstand soll nun die erforderlichen Schritte einleiten und im Haushalt Geld für die Einrichtung eines geschäftsführenden Regionalmanagements zur Verfügung stellen.

Quelle: HNA

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.