Unternehmen Abo Wind plant bis zu sechs Anlagen

Windräder am Eichkopf bei Seifertshauen: Standorte sind noch völlig offen

Ein erster Entwurf des Unternehmens Abo Wind zeigt mögliche Standorte von sechs Windrädern am Eichkopf zwischen Rotenburg-Seifertshausen und dem Alheimer Ortsteil Niedergude.
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So könnte es werden: Diese Skizze zeigt mögliche Standorte von sechs Windrädern am Eichkopf zwischen Seifertshausen und Niedergude und ist ausdrücklich nur ein erster Entwurf, wie das planende Unternehmen Abo Wind betont. Mit einem Klick auf die Pfeile oben rechts ist die ganze Karte zu sehen.

Das Unternehmen Abo Wind plant Windräder am Eichkopf zwischen Seifertshausen und Niedergude. Viele Details zum Projekt gab es bei einer Vorstellung am Dienstag in Alheim nicht.  

Detaillierte Informationen zu den geplanten Windrädern am Eichkopf zwischen dem Rotenburger Stadtteil Seifertshausen und dem Alheimer Ortsteil Niedergude hätten sich nicht nur die Zuschauer, sondern auch viele Gemeindevertreter gewünscht: Das Unternehmen Abo Wind hat sich am Dienstag in einer öffentlichen Sitzung im Alheimer Parlament vorgestellt. Eine vergleichbare Veranstaltung hat es in Rotenburg nicht gegeben.

Abo-Wind-Sprecher Manuel Schmuck sagt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es bislang eben nur einen ersten Entwurf gebe. Demnach beträgt der Abstand der Windräder zu Niedergude rund 1500 Meter, zu Erdpenhausen 1800 und zu Obergude 2000 Meter. Nach Seifertshausen sind es rund 1100 bis 1200 Meter.

Windräder am Eichkopf: Beteiligung und günstige Stromtarife für betroffene Ortschaften

Die beiden Abo-Wind-Vertreter Schmuck und Lars Oelker stellten ihr Unternehmen vor. Für die Anwohner betroffener Ortschaften gebe es sowohl Bürgerbeteiligungen als auch vergünstigte Stromtarife. Außerdem sei dem Unternehmen grundsätzlich transparente Kommunikation mit den Bürgern wichtig. So biete man zum Beispiel Baustellenführungen, ein Internet-Bautagebuch und Windparkfeste an.

Der Parlamentsvorsitzende Marc Heinzerling warb nach dem Vortrag, zu dem auch Gäste aus Seifertshausen gekommen waren, eindringlich darum, in Anbetracht der vollen Tagesordnung zunächst auf Fragen und Diskussionen zu verzichten. Am Ende der Sitzung, die dann doch trotz vieler Abstimmungen recht zügig verlief, kam die Sprache erneut auf die geplanten Windräder.

Der CDU-Abgeordnete Richard Berge, der in Niedergude lebt, sprach sich für eine ausführliche Informationsveranstaltung für die Bürger aus. Dann aber mit spezifischeren Informationen, waren sich die Parlamentarier einig. Heinzerling regte an, die Planung für eine solche Veranstaltung mit der Nachbarstadt Rotenburg abzusprechen.

„Auch wir wollen ausdrücklich den Austausch mit der Bevölkerung, eine sachliche Diskussion ist uns wichtig. Erst mal müssen wir aber konkretere Informationen sammeln. Es bringt nichts, über Ungewissheiten zu diskutieren“, sagt Schmuck gegenüber unserer Zeitung.

Windräder am Eichkopf: Exakte Standorte entscheiden sich in ein bis zwei Jahren

Die exakten Standorte der Windräder seien noch völlig offen – also auch, wie viele davon auf dem Gebiet der Stadt Rotenburg errichtet werden können. „Von null bis sechs ist alles möglich. Das wird sich in den kommenden ein bis zwei Jahren entscheiden.“ Die Flächen im Windfeld HEF03 gehören der Stadt Rotenburg, Hessen Forst (auch auf dem Gebiet der Gemeinde Alheim) und privaten Besitzern. Auf der in der Sitzung präsentierten Landkarte waren drei der Anlagen auf Rotenburger Stadtgebiet eingezeichnet – die Stadtverordneten versprechen sich davon Pachteinnahmen.

Eingeladen worden war das Unternehmen von Bürgermeister Georg Lüdtke. Der ließ in Anwesenheit der Abo Wind-Mitarbeiter durchblicken. dass er unglücklich darüber war, als erstes durch die Presse von den Plänen erfahren zu haben. Außerdem habe er zu Schmuck gesagt, dass Windräder im Waldgebiet unweit des Alheimers „hier nicht die vollste Zufriedenheit finden“, sagte Lüdtke am Ende der Sitzung.

Abo Wind: Die Denkmalschutzbehörden sind eingebunden

Die Bedeutung des Alheimerturmes sei dem Unternehmen bewusst, sagte Schmuck auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Windkraftanlagen würden mindestens 1000 Meter vom Turm entfernt sein, diesen aber in der Höhe überragen. „Eine denkmalfachliche Bewertung ist unabdingbar. Dafür gibt es Gutachter, die wir beauftragen. Auch die Denkmalschutzbehörden sind eingebunden“, so Schmuck.

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