Bündnis fordert "aktive Bestandsregulierung"

Wolf hat zwei Schafe bei Licherode gerissen

Laut hessischem Landesjagdverband hat sich bei Licherode in der Gemeinde Alheim ein Wolfsriss ereignet.

+++ aktualisiert um 11.45 Uhr +++ Bei Licherode ist es vor einigen Wochen zu einem Rissfund gekommen. Mittlerweile wurde bestätigt, dass ein Wolf für den Riss verantwortlich ist. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Hessen hervor. 

Dr. Thomas Berge, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis, sagt auf Anfrage unserer Zeitung: "Der zuständige Wolfsbeauftragte hat uns mitgeteilt, dass bei Licherode zwei Schafe gerissen wurden." Der vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) beauftragte ehrenamtliche Wolfsbeauftragte ist Dr. Wolfgang Fröhlich, Leiter des Wildparks Knüll. 

Der Landesjagdverband hat beim hessischen Umweltministerium angefragt, welche Maßnahmen zum Schutz der Weidetiere und gegebenenfalls auch der Bevölkerung geplant sind oder schon veranlasst wurden.

Das Ministerium habe daraufhin geantwortet: "Wölfe sind sehr scheue Tiere. In der Regel jagen sie Wildtiere und stellen Nutztieren nur nach, wenn diese nicht durch fachgerechte Zäune gesichert werden. Es gibt keinen Anlass, anzunehmen, dass Menschen durch Wölfe bedroht sind. Sollte es trotzdem zur konkreten Gefährdung von Menschen durch einen Wolf kommen, kann ein solcher Wolf entsprechend den dafür bereits existierenden Regelungen zur Gefahrenabwehr zur Tötung freigegeben werden." Für Gebiete, wo sich Wölfe "ortsfest niederlassen", stelle das Land jährlich 500.000 Euro zur Verfügung. Förderrichtlinien dafür würden derzeit erarbeitet. 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) und der Deutsche Jagdverband eine "aktive Bestandsregulierung". 

Wir berichten weiter.

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