Umstellung der Uhr auf Winterzeit erhöht die Gefahr

Achtung, Wildwechsel: Schon 557 Unfälle

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Hersfeld-Rotenburg. Mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit steigt für alle Verkehrsteilnehmer wieder die Gefahr, mit Wild zu kollidieren.

Denn dann fällt ein Großteil des Berufsverkehrs in die Dämmerung – die Zeit, in der die meisten Wildtiere unterwegs sind. 557 Wildunfälle hat die Polizei von Januar bis September dieses Jahres bereits im Landkreis Hersfeld-Rotenburg registriert – eine Steigerung um 14 Prozent, wie Polizei-Pressesprecher Manfred Knoch mitteilt.

2016 waren es im gleichen Zeitraum 488. 648 Wildunfälle hatte die Polizei in ihrer Statistik für das gesamte vergangene Jahr gemeldet – der höchste Wert, der je erfasst wurde. 589 Kollisionen gab es im Jahr 2015, 474 ein Jahr zuvor.

Meist bleibt es bei Blechschäden, die von der Versicherung übernommen werden. Gerade bei Zusammenstößen mit größeren Tieren kann es für Lkw-, Auto- und Motorradfahrer aber auch gefährlich werden, etwa wenn das angefahrene Tier auf die Motorhaube beziehungsweise in die Frontscheibe geschleudert wird. Zehn Verletzte bei Wildunfällen verzeichnete die Polizei im Jahr 2016.

Mit der zunehmenden Größe der Wildschwein-Population im Kreis Hersfeld-Rotenburg nehmen auch die Unfälle mit diesen stattlichen Tieren zu, die ausgewachsen bis zu 100 Kilogramm auf die Waage bringen können. Eine steigende Anzahl des Schwarzwilds hatten die hiesigen Forstämter und Jäger, die Vorsitzenden der Kreisjagdvereine und die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands bereits vor gut einem Jahr bestätigt (wir berichteten). Grund seien unter anderem milde Temperaturen im Winter und das gute Nahrungsangebot für die Tiere. Außerdem fehlt es an natürlichen Feinden.

„Die meisten Unfällen gibt es mit Rehen, gefolgt von Wildschweinen“, sagt auch Wilfried Marchewka, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Hersfeld.

Quelle: HNA

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