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Ab Juni „Spritztour light“ und zwei feste Standorte: Kreis Hersfeld-Rotenburg fährt Impfangebot hoch

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Von: Sebastian Schaffner, Clemens Herwig

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Soll bis Jahresende geöffnet bleiben: Die Impfstation an der Frankfurter Straße in Bad Hersfeld.
Soll bis Jahresende geöffnet bleiben: Die Impfstation an der Frankfurter Straße in Bad Hersfeld. © Sebastian Schaffner

Die Nachfrage nach Corona-Impfstoff ist seit Wochen statistisch kaum noch messbar, trotzdem will der Kreis Hersfeld-Rotenburg ab Juni seine Impfangebote hochfahren – vor allem, um für den Herbst gut gerüstet zu sein.

Hersfeld-Rotenburg - Geplant sind laut Kreissprecherin Jasmin Krenz Angebote an fünf Tagen pro Woche. Mittwochs bis freitags wird demnach die bestehende Impfstation im MVZ in Bad Hersfeld (Frankfurter Straße) geöffnet sein. Samstags gibt’s den Piks an einem neuen Standort im MVZ in Bebra (Nürnberger Straße). Der Mietvertrag der bisherigen Räumlichkeiten im „be!“ läuft Ende Mai aus. Und immer dienstags starten mobile Impfteams nach dem Vorbild aus dem Winter eine „Spritztour light“. Im wöchentlichen Wechsel steuern sie dann die anderen 18 Kreiskommunen an. Erste Station ist am 7. Juni Ronshausen.

Bund und Land übernehmen bis Jahresende die Kosten.

Jasmin Krenz, Sprecherin des Landkreises Hersfeld-Rotenburg

Was das alles kostet, will der Landkreis auf Nachfrage nicht verraten. „Bund und Land übernehmen bis Jahresende die Kosten“, sagt Krenz. Deshalb seien die Angebote vorerst auch bis 31. Dezember geplant.

Peter Artelt, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, wirbt indes weiter für den Piks: „Die Impfungen gehören zu den wichtigsten medizinischen Maßnahmen.“ Auch wenn die Omikron-Welle allmählich abflache, warnte er davor, jetzt nachlässig zu sein. Bislang sind im Landkreis drei von vier Menschen mindestens einmal gegen Corona geimpft. Die dritte Spritze haben sich zwei von drei Menschen abgeholt.

Nachdem unsere Zeitung darüber berichtet hatte, dass der Mietvertrag für die Impfstation im Bebraer „be!“ nicht verlängert wurde, hatte das Bebraer Stadtparlament mit knapper Mehrheit den Erhalt des Standorts in der Eisenbahnerstadt gefordert. Bebras CDU und FWG kritisierten, wie zuvor schon die Kreis-CDU, Landrat Torsten Warnecke (SPD) für das Aus des trotz sinkender Impfzahlen „wichtigen Angebots“.

Auch mit Blick auf den Herbst sei es wichtig, ein Impfzentrum vorzuhalten, dass schnell wieder hochgefahren werden könne. Die SPD verteidigte ihren Landrat und argumentierte, die geringe Zahl der derzeit Impfwilligen sei auch von den Hausärzten zu bewältigen, ohne dass ein teures Impfzentrum unterhalten werde.

Dass der Landkreis seine Impfangebote sogar ausweiten will, war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Von Sebastian Schaffner und Clemens Herwig

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