Neubau und Ausbau

Bald mehr Plätze in Wildecker Krippen und Kitas

In direkter Nachbarschaft zur Kita Obersuhl soll eine Krippe gebaut werden. Direkt beim geplanten Neubau entsteht ein Neubaugebiet. Die Gemeinde geht davon aus, dass dort auch viele junge Familien ein Zuhause finden werden. 
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In direkter Nachbarschaft zur Kita Obersuhl soll eine Krippe gebaut werden. Direkt beim geplanten Neubau entsteht ein Neubaugebiet. Die Gemeinde geht davon aus, dass dort auch viele junge Familien ein Zuhause finden werden. 

Wenn alles läuft wie geplant, wird die Gemeinde Wildeck ab Sommer 2021 erheblich mehr Krippenplätze anbieten können.

Und damit dem großen Bedarf in der Gemeinde Rechnung tragen. Das teilt Bürgermeister Alexander Wirth auf Anfrage mit.

Um dem Bedarf an Krippenplätzen gerecht zu werden, ist der Neubau einer dreigruppigen Krippe in Obersuhl in der Nachbarschaft der dortigen Kita geplant. Außerdem soll das Dachgeschoss der Kita Bosserode ausgebaut werden.

Den Grundsatzbeschluss dazu hatte die Wildecker Gemeindevertretung im Februar 2019 einstimmig gefasst.

Den Bedarf an Krippenplätzen zu planen, sei schwierig, betont Wirth. Bis der Neubau einer Krippe fertig sei, seien die Kinder schon wieder im Bereich für über Dreijährige (Ü3). „Zurzeit haben 75 Kinder in Wildeck einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, es stehen aber nur 50 Plätze zur Verfügung“, betont Wirth.

Durch den Neubau in Obersuhl sollen 12 neue Krippenplätze entstehen, durch den Ausbau in Bosserode 5 neue Krippenplätze (U3) und 7 neue Ü3-Plätze. In Bosserode gibt es bisher keine eigene Krippengruppe, sondern nur eine altersübergreifende Gruppe. Durch den Ausbau soll dort dann auch eine eigene U3-Gruppe gebildet werden, die dann im Erdgeschoss unterkommt. Die Ü3-Gruppe wird im Dachgeschoss Platz finden.

In Bosserode und Hönebach sind die Kita-Gebäude baugleich. In Hönebach gibt es bereits jetzt einen Bereich für U3-Kinder und einen Bereich für Ü3-Kinder.

Der Förderbescheid für den Neubau in Obersuhl und den Ausbau in Bosserode war der Gemeinde im Sommer 2019 für November in Aussicht gestellt worden, berichtet Bürgermeister Wirth. Er kam dann am 10. Januar 2020 für beide Projekte.

Um sich zu informieren, wie ein vergleichbarer Neubau einer Krippe aussehen könnte, besuchte eine Gruppe im vergangenen Jahr einen Krippen-Neubau in der Gemeinde Ahnatal (Kreis Kassel). Mit dabei waren Mitglieder des Bauausschusses der Wildecker Gemeindevertretung. „Wir waren dort sehr positiv überrascht und wollen diese Fahrt wiederholen mit der Kita-Leitung Obersuhl, der Kita-Fachaufsicht des Landkreises und Vertretern der Gemeinde“, berichtet Bürgermeister Wirth.

Bei den Besuchen dort geht es vor allem auch um die Fragen, wie groß so ein Neubau sein sollte und wie das Raumkonzept aussehen könnte. Für das Projekt in Obersuhl hat die Gemeinde den Vorteil, dass ein rechtskräftiger Bebauungsplan existiert. Für Bosserode ist eine Baugenehmigung erforderlich.

Zurzeit laufen noch zahlreiche Abstimmungsgespräche mit den Leitungen der Kitas in Obersuhl und Bosserode, dem Landkreis, der Kirche, die Träger der Einrichtungen ist, und den Ortsvorstehern.

Pläne für Richelsdorf

Zusätzlich zu dem geplanten Neubau in Obersuhl und dem Ausbau in Bosserode soll der Bedarf an Krippenplätzen in der Gemeinde Wildeck aufgefangen werden durch die Schaffung altersübergreifender Gruppen von 2 bis 6 Jahren. So ist angedacht, in Richelsdorf aus der vorhandenen Ü3-Gruppe eine altersübergreifende Gruppe zu machen. Die altersübergreifende Gruppe würden die Verwaltung und die Kirche gerne ab Sommer 2020 mit längeren Öffnungszeiten anbieten. Über diesen Plan muss aber die Wildecker Gemeindevertretung noch in einer der nächsten Sitzungen entscheiden.

Projekte kosten 2,25 Millionen Euro

Der Neubau einer Kinderkrippe in Obersuhl und der Ausbau des Dachgeschosses in Bosserode sollen insgesamt etwa 2,25 Millionen Euro kosten. Etwa eine Million Euro kommt als Förderung vom Bund. Das Geld hat der Bund dem Land Hessen zur Verfügung gestellt. Die evangelische Kirche als Träger der Einrichtungen gibt einen Zuschuss von 100 000 Euro dazu. Etwa 1,1 Millionen Euro muss die Gemeinde Wildeck selbst finanzieren.

Quelle: HNA

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