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70 000 Euro für den Tanzgarten: Gemeinde Ronshausen verkauft Park an Hersfelder Firma

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Von: Sebastian Schaffner

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Kann jetzt abgebaut werden: Das „Zu verkaufen“-Schild am Eingang des Tanzgartens. Die kleine Parkfläche an der Eisenacher Straße wird an die ISB GmbH aus Bad Hersfeld verkauft, die auf dem terrassierten Areal ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt verwirklichen will.
Kann jetzt abgebaut werden: Das „Zu verkaufen“-Schild am Eingang des Tanzgartens. Die kleine Parkfläche an der Eisenacher Straße wird an die ISB GmbH aus Bad Hersfeld verkauft, die auf dem terrassierten Areal ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt verwirklichen will. © Sebastian Schaffner

Seit sieben Jahren hat die Gemeinde Ronshausen versucht, den Tanzgarten zu vermarkten. Jetzt ist es soweit: Die Gemeinde verkauft die kleine Parkanlage für 70 000 Euro an die ISB Projekt GmbH aus Bad Hersfeld.

Ronshausen – Die auf Immobilien spezialisierte Firma will auf dem 2410 Quadratmeter großen Areal ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt verwirklichen – so, wie es sich das Parlament gewünscht hatte.

Grünes Licht für den Verkauf gab am Donnerstagabend offiziell das Parlament, und zwar einstimmig. Die Gemeindevertreter hatten sich in der Vergangenheit immer wieder mit dem Tanzgarten befasst. Mal war den Gemeindevertretern das Angebot zu gering, mal waren sie nicht von den Plänen überzeugt. Unter anderem gab es zwischenzeitlich Überlegungen, dort ein Autohaus zu errichten.

Richtig Schwung in die Vermarktung hatte dann eine Konzeptstudie von Kai Merkert gebracht. Der Architekt von der Technischen Universität Wien ist gebürtiger Ronshäuser und unterstützte seine Heimatgemeinde: Er entwarf eine Konzeptstudie für ein Wohnprojekt für mehrere Generationen mit insgesamt 30 Bauvarianten und startete eine Imagekampagne in den Sozialen Medien.

So könnte es einmal aussehen: Im März hatte Architekt Kai Merkert dem Parlament verschiedene Entwurfsmodelle vorgestellt.
So könnte es einmal aussehen: Im März hatte Architekt Kai Merkert dem Parlament verschiedene Entwurfsmodelle vorgestellt. © Kai Merkert

Bürgermeister Markus Becker (CDU), Petra Möller von der SPD und der WGR-Vorsitzende Reinhard Brandau räumten in der Sitzung am Donnerstag im Haus des Gastes ein, dass sie zwar von Anfang begeistert gewesen seien, aber auch erhebliche Zweifel gehabt hätten, ob die Pläne von Merkert, der sonst in Großstädten plant, wirklich in einer 2350-Einwohner-Gemeinde wie Ronshausen aufgehen könnten. Umso erfreuter zeigten sie sich, dass die ISB zugesichert habe, der Studie von Merkert folgen zu wollen. Das Ja der Gemeindevertretung zum Verkauf war deshalb nur noch Formsache. (Sebastian Schaffner)

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