Wahle-Mecklar

60 neue Masten für die Stromtrasse: Arbeiten im Kreis sollen 2021 abgeschlossen sein

Vertreter der Unternehmen Tennet und LTB Leitungsbau - von links Jürgen Müller, Frank Imsande, Heiko Höbelt, Andreas Horeth und Marco Bräuer - stehen oberhalb von Mühlbach. Im Hintergrund wird ein Strommast für die Wahle-Mecklar-Trasse errichtet.
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So sieht es aus, wenn ein Strommast errichtet wird: Unser Foto entstand oberhalb von Mühlbach. Der Schotterweg links im Bild, der für die Baustellenfahrzeuge errichtet wurde, soll wie auch an anderen Standorten nach Ende der Arbeiten renaturiert werden. Das Foto zeigt von links Jürgen Müller (Regionalleiter LTB Leitungsbau), Tennet-Projektleiter Frank Imsande, LTB-Bauleiter Heiko Höbelt, Andreas Horeth (künftiger LTB-Regionalleiter und Marco Bräuer, der bei Tennet für die Bürgerbeteiligung zuständig ist.

Im westlichen Teil des Landkreises werden derzeit Masten für die Stromtrasse Wahle-Mecklar errichtet: Insgesamt sind es 60 auf Kreisgebiet sowie in der Nachbargemeinde Knüllwald.

Alheim/Neuenstein/Ludwigsau – Das Unternehmen Tennet hat nun angekündigt, dass die Bauarbeiten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Juni 2021 abgeschlossen sein sollen. Hier verläuft die Trasse durch die Gemeinden Ludwigsau, Neuenstein und Alheim. „Die Arbeiten sind trotz der Corona-Pandemie im Zeitplan“, sagt Dr. Marco Bräuer, der bei Tennet Referent für Bürgerbeteiligung ist.

In den vergangenen Wochen wurden die Masten auf dem Gebiet der Gemeinde Neuenstein aufgebaut. Ab der kommenden Woche sollen dort dann die Leitungen gezogen werden. Verantwortlich für den Bau zwischen Mühlbach und Licherode ist das sächsische Unternehmen LTB Leitungsbau, das schon im vergangenen Jahr 33 Strommasten auf einer Strecke von zwölf Kilometern zwischen Mecklar und Oberthalhausen errichtet hat. Die Arbeitszeit für das Errichten eines der zwischen 52 und 91 Meter hohen Masten liegt bei rund vier Tagen. In Alheim werden die Arbeiten noch etwas länger dauern. Dort sollen die Stromleitungen im September gezogen werden.

Stromnetzbetreiber: Eingriff in die Landschaft soll möglichst gering bleiben

Zwischen Melsungen und Mecklar sind auf einer Länge von rund 42 Kilometern etwa 100 Hektar Wald gerodet worden. Im Rahmen eines „ökologischen Trassenmanagements“ soll laut Bräuer wieder Wald entlang der Leitungen wachsen. Dabei bezieht er sich unter anderem auf ein geschütztes Biotop bei Mühlbach. Dort soll der Ufergehölzsaum gleich nach dem Ende der Bauarbeiten wiederhergestellt werden. Ein Kompensationsprojekt ist außerdem die naturnahe Umgestaltung des Schlossgartens in Neuenstein mit einem neuen Parkweg, Naturbänken und Grünflächen.

„Beim Bau der Masten wird darauf geachtet, dass der Eingriff in das Landschaftsbild möglichst gering bleibt. Etwa beim Anlegen der temporär nötigen Wege“, erklärt Bräuer. Die sollen bis nächsten Sommer zurückgebaut und die anderen durch den Baustellenverkehr stark beanspruchten Straßen wieder instandgesetzt werden. Die betroffenen Gemeinden müssen dann, wenn „aufgeräumt“ ist, bestätigen, dass der alte Zustand wieder hergestellt ist.

Im Bereich zwischen Licherode und Mühlbach wird ein Teil der bestehenden Bahnstromleitung auf die neue Trasse mitgenommen – die alten Masten können dann zurückgebaut werden. (Von Christopher Ziermann)

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