Sanierungsarbeiten

28-Meter-Schornstein am Bahnhof in Bebra steht wieder sicher

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Freude über die gelungene Sanierung des Bebraer Wahrzeichens: SEB-Geschäftsführer Stefan Knoche, Krystof Tomasczewski, Architekt Martin Ruppert, Ludger Hörsting und Miroslaw Siemiatkowski. In luftiger Höhe räumt Pawel Tschaikowski noch Reste der Baustelle ab.

Bebra. Drei Monate hat es gedauert, nun ist der Schornstein am Kesselhaus wieder standfest. Die Arbeiten auf dem Bebraer Bahnhof gehen aber weiter. 

Der Schlot ist Teil eines Ensembles aus Lokschuppen, Kesselhaus und Bahnhofsgebäude, die alle noch saniert werden.

An ihrem Arbeitsplatz liegt ihnen die ganze Stadt zu Füßen: Krystof Tomasczewski, Miroslaw Siemiatkowski und Pawel Tschaikowski arbeiten als kletternde Maurer in luftiger Höhe und sanieren Schornsteine in der Firma ihres Chefs Ludger Hörsting. 

Was anderen das Blut in den Adern gefrieren lässt, erledigt das Düsseldorfer Spezialunternehmen für Schornstein- und Feuerungsbau Tag für Tag. Die unerschrockenen Kletterer arbeiten an Schornsteinen bis zu 250 Höhenmeter. 

„Ab 150 Metern merkt man die Höhenunterschiede nicht mehr so sehr“, sagt Krystof Tomasczewski. In Bebra war der Auftrag für die Spezialisten relativ unspektakulär – nur 28 Meter misst der Schornstein am Kesselhaus.

Für die Stadt jedoch ist es der Beginn einer wichtigen Maßnahme, so heißt es in einer Mitteilung von Dirk Lorey von der Stadtentwicklung Bebra (SEB).

Das Wetter machte den Schornstein-Spezialisten einen Strich durch die Rechnung

„Die Substanz des Schornsteins war besser als gedacht“, sagt Firmenchef Ludger Hörsting, dessen Betrieb bereits seit über 130 Jahren auf Höhenmontagen und Industriebauwerke spezialisiert ist. 

Die Höhe des Bebraer Schlotes war für das Unternehmen keine besondere Herausforderung – lediglich das Wetter hat oft nicht mitgespielt, und bei Stürmen im Orkanbereich und Temperaturen von 10 Grad unter Null musste die Arbeit an dem Ziegelsteinbau aus der Vorkriegszeit häufig unterbrochen werden.

Insgesamt gut dreieinhalb Tonnen Mörtel wurden verarbeitet. Damit sind die Fugen wieder wie neu. Zudem hat der Schornstein ein Dach bekommen, um ihn künftig vor Witterungseinflüssen besser zu schützen.

Bis 2019 soll alles fertig sein

Damit ist der erste Teil der Arbeiten an dem Gebäudeensemble abgeschlossen. Ab jetzt geht es weiter an den darunter liegenden Gebäuden Kesselhaus und Lokschuppen. 

Bis zum Jubiläumsjahr 2019 soll das Ensemble fertiggestellt sein.

Das Kesselhaus wird zum Stadtteilzentrum und der Lokschuppen zur Multifunktionshalle umfunktioniert. Das Interesse sei groß, erklärt Dirk Lorey von der SEB. Immer wieder gebe es Anfragen, ab wann Veranstaltungen gebucht werden könnten.

Quelle: HNA

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