Jahreshauptversammlung

10.000 Stunden Feuerwehrarbeit: Rotenburger Brandschützer haben viel zu tun

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Befördert und geehrt: von links Marius Heupel, Jonas Siegel, Bernhard Pfister, Alexander Mey, Bürgermeister Christian Grunwald, Christian Sippel, Peter Häde, Lukas Weix, Andreas Ludwig, Carsten Zabel, Florian Heupel, Tobias Demant, Kreisverbandsvorsitzender Thomas Specht, Reiner Jäntsch, Wehrführer Dirk Riemenschneider und Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut.

Rotenburg. Weniger Einsätze, gestiegener Verwaltungsaufwand und ein aufwändiger Neubau: Es gab viel zu besprechen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Rotenburg. 

Für die Feuerwehr Rotenburg war das vergangene Jahr mit „nur“ 100 Einsätzen etwas ruhiger als in den Vorjahren. Die Verwaltungsarbeit ist jedoch weiter gestiegen. Hier forderte Wehrführer Dirk Riemenschneider bei der Jahreshauptversammlung der Rotenburger Freiwilligen Feuerwehr die Politik auf, zu reagieren und langfristig über eine personelle Unterstützung nachzudenken, da dies ehrenamtlich nicht mehr zu bewältigen sei. Zudem berichtete Riemenschneider von einem minimalen Rückgang der Zahl aktiver Mitglieder.

Zu den Einsätzen kommen noch Übungsdienste sowie Dienste für die Pflege der Gerätschaften und Sitzungen hinzu. So kommen über 10 000 Stunden Feuerwehrarbeit zusammen.

Neubau

Weiterhin berichtete Riemenschneider über den Neubau, der auch für die Mannschaft einen enormen Zeitaufwand bedeutet hat, denn ein großer Teil der Ideen und der Zuarbeiten für die Planer wurde von verschiedenen Arbeitsgruppen der Rotenburger Feuerwehr beigesteuert. Nachdem der Bauantrag im Oktober 2017 gestellt wurde, soll im Frühjahr dieses Jahres der Neubau starten.

Für das Jahr 2018 sind neben den Übungsabenden verschiedene Sonderausbildungen, unter anderem am Tunnelrettungszug der Bahn AG sowie eine Ausbildungsreihe in einer Brandsimulationsanlage in Höxter, geplant.

Die Rotenburger Alters- und Ehrenabteilung besteht derzeit aus „nur noch“ neun Mitgliedern, berichtete Egon Heupel. Er lobte die gute Teilnahme an der Fahrt in die Eifel und an den Seniorennachmittagen in Baumbach und Braach. Für 2018 kündigte er wieder regelmäßige Treffen und eine Vier-Tagesfahrt an.

Junge Aktive

Die Jugendfeuerwehrwarte und die Betreuer der Löschzwerge berichteten, dass insgesamt 44 Jungs und Mädels (28 Jugendfeuerwehr und 16 Löschzwerge) in den Jugendabteilungen organisiert sind. Bemerkenswert sei, dass von den vor 14 Jahren gegründeten Löschzwergen aktuell 20 in der Jugendfeuerwehr sind und bereits fünf in die Einsatzabteilung übernommen werden konnten.

Neben den rund 2800 Stunden für die allgemeine Jugendarbeit gab es auch im Jahr 2017 einige Höheunkte: Ein Zeltlager am Edersee, Wettkämpfe und das traditionelle Berufsfeuerwehrwochenende. Die Löschzwerge besuchten die Polizeistation in Rotenburg und durften dabei in einem echten Streifenwagen eine Runde drehen. Außerdem berichtete Betreuerin Nadine Schär über die Erste Hilfe Ausbildung in Kooperation mit dem DRK Rotenburg und der Verkehrserziehung mit der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg.

Nacht der Blaulichter 

Zudem wird die Rotenburger Nacht der Blaulichter 1.0 neu aufgelegt. Der Vereinsvorsitzende der Rotenburger Freiwilligen Feuerwehr, Carsten Zabel, erklärte während der Jahreshauptversammlung, die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk werde nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wieder am Samstag, 17. Februar, im Bürgerzentrum stattfinden. 

Der Feuerwehrverein hat sich in 2017 auch an anderen Veranstaltungen wie Rotenburg Rocks, dem Kartoffelfest, der Familienmesse und der Entdeckernacht beteiligt. Carsten Zabel dankte der Stadt Rotenburg und Torben Schäfer von der MER für die gute Zusammenarbeit. In diesem Jahr sind als Aktivitäten laut Zabel die Wasserspiele beim Feuerwehrmuseum in Fulda am Samstag, 19. Mai, und beim Heimat und Strandfest am 1. Juli geplant. Besonders freute es den ersten Vorsitzenden, dass die Mitgliederzahl des Vereins um 14 Prozent gesteigert werden konnte.

Ehrungen und Beförderungen

Mit der Plakette des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes in Bronze wurden während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg Christian Sippel und Andreas Ludwig ausgezeichnet. Die Ehrennadel des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes erhielten Reiner Jäntsch, Kurt Pfetzing, Claudia Brand und Johann Semmler. Es gab außerdem Beförderungen in der Einsatzabteilung: Feuerwehrmannanwärter Jonas Siegel, Feuerwehrmannanwärter Marius Heupel, Oberfeuerwehrmann Florian Heupel, Oberfeuerwehrmann Nico Listing, Hauptfeuerwehrmann Lukas Weix, Löschmeister Patrick Helis, Oberlöschmeister Alexander Mey, Brandmeister Tobias Demant und Brandmeister Daniel Weix.

Quelle: HNA

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