Sanierung des Innenraums

Wölfershäuser Kirche: Mehr Licht und frische Farbe

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Der Innenanstrich der Wölfershäuser Kirche ist in die Jahre gekommen und soll erneuert werden.

Deutlich wird das insbesondere an den Stellen, an denen in jüngerer Vergangenheit bereits die Maler am Werk waren: Als im Jahr 2008 neue Fenster eingesetzt wurden, mussten auch die Fensterbänke neu gestrichen werden. Vom restlichen, leicht angegrauten Wandanstrich heben sie sich seither farblich deutlich ab. 

Auch das Holz der Empore und des Deckengewölbes soll in absehbarer Zeit einen neuen Anstrich erhalten. Der Kirchenvorstand der Heringer Christuskirchengemeinde und Pfarrerin Andrea Koch treffen derzeit die Vorbereitungen für die voraussichtlich im kommenden Jahr beginnende Innensanierung des 92 Jahre alten Gotteshauses. 

Mit frischer Farbe alleine ist es dabei nicht getan: „Wir haben ein Beleuchtungsproblem“, berichtet die Pfarrerin. Die bisherigen Pendelleuchten lieferten teilweise zu wenig Licht um die Schrift im Gesangbuch oder auf den Liedblättern erkennen zu können. Auch die Elektrik müsse erneuert werden. Beim Lichtkonzept setzt die Kirchengemeinde deshalb auf optisch zum Gotteshaus passende Leuchter mit energiesparender LED-Technik. 

Der Innenraum soll bald in neuem Glanz erstrahlen.

Die farbliche Gestaltung des Innenraumes soll sich am Ursprungszustand des 1927 eingeweihten Bauwerks orientieren – allerdings mit etwas helleren Farbtönen. Das Holz der Gewölbedecke sowie die Empore waren ursprünglich in Braun gehalten. Die Balustrade der Empore soll dann wieder mit Blumenranken bemalt werden, wie sie bei einer bauhistorischen Untersuchung unter den Lackschichten zum Vorschein kamen. Ob die Umrandung komplett mit diesem Motiv versehen war, wird sich allerdings erst zeigen, wenn die aktuelle Farbe großflächig entfernt ist: „Alle Bilder aus den Anfangsjahren zeigen nur den Blick auf den Altarraum und nicht in die Gegenrichtung“, berichtet Pfarrerin Andrea Koch. 

Ob an der Kirchendecke künftig wieder Sterne prangen werden, sei letztendlich eine Kostenfrage. Kanzel, Empore und Innenraum sollen auf jeden Fall wieder farblich aufeinander abgestimmt werden, worauf bei früheren Renovierungen scheinbar weniger Wert gelegt wurde. Dafür wurde seinerzeit offensichtlich gründlich gearbeitet: Von zwei großflächigen Gemälden, die einst die Wände des Altarraumes zierten, fanden sich bei der Untersuchung unter dem Wandanstrich keine Überreste mehr. Deshalb will sich die Gemeinde bei den anstehenden Arbeiten vor allem auf die erhaltene Deckenmalerei über dem Altar konzentrieren.

Nicht nur optisch soll das Gotteshaus aufgewertet werden: Eine Fensternische unterhalb der Empore wird im Zuge der Sanierung zu einem neuen barrierefreien Eingang umgebaut. Bislang ist die Wölfershäuser Kirche nur über Treppen erreichbar, was insbesondere für ältere und gehbehinderte Gottesdienstbesucher ein Problem darstelle, berichten die Pfarrerin und Kirchenvorstandsvorsitzende Ulrike Tokarz.

Mindestens 50 Jahre liegt die letzte Innenrenovierung der Kirche zurück. Pfarrerin Andrea Koch spricht nun ebenfalls von einer „Investition für Jahrzehnte“, die zusammen mit den in jüngerer Vergangenheit ausgeführten Arbeiten an Fenstern, Heizung, Dach und Turm den Erhalt des Gebäudes sichern soll. Das Gotteshaus wurde in den Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche aufgenommen. Der beantragte Kostenrahmen von 250.000 Euro soll nach Möglichkeit unterschritten werden. Bei der Finanzierung muss die Gemeinde einen Eigenanteil leisten und ist dabei auf Spenden angewiesen: Jeder Euro, der bis Anfang November gespendet wird, wird aus dem Fonds der Landeskirche verdoppelt. 

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