Deutliche Kritik von Eltern, Schülern und Kommunalpolitikern

Widerstand gegen Schulschließungen

Hersfeld-Rotenburg. Gegen den Entwurf des Schulentwicklungsplans, der die mögliche Schließung der Grundschulen in Hönebach und Wölfershausen sowie die Verlagerung der Beruflichen Schulen an der Rhönstraße in Heimboldshausen nach Bad Hersfeld vorsieht, regt sich in den betroffenen Städten und Gemeinden Widerstand.

Während drei Informationsveranstaltungen, in denen Landrat Dr. Michael Koch, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Anita Hofmann und Fachdienstleiterin Anja Csenar die Pläne erläuterten, übten Kommunalpolitiker, Eltern und Schüler zumeist sachliche, aber deutliche Kritik. 1200 Unterschriften gegen die Schließung der Außenstelle der Georg-August-Zinn-Schule in Wölfershausen überreichte Bürgermeister Daniel Iliev in Heringen. Der Prognose sinkender Schülerzahlen stellte der Rathauschef zahlreiche Zuzüge und eine gute Auslastung der Heringer Kindertagesstätten entgegen.

Mit der Verlagerung nach Bad Hersfeld solle die Ausbildung der Sozialassistenten und -pädagogen durch bessere Erreichbarkeit dauerhaft gesichert werden, argumentierten Koch und Hofmann. Nach Ansicht der Philippsthaler Kommunalpolitiker hat hingegen die drohende Verlagerung erst einen Rückgang der Schülerzahl ausgelöst.

Vage blieben Kochs Antworten zur Nachnutzung der Gebäude, zum Erhalt der Sporthallen für die Vereine sowie der Anpassung des Busverkehrs. Vor diesen Fragen müsse zunächst über die Schließung entschieden werden, betonte er.

Vehement ist auch der Widerstand gegen eine mögliche Schließung der Schule in Hönebach. Der ländliche Raum dürfe nicht weiter ausbluten, betonten mehrere der 70 Besucher der Info-Veranstaltung. Aus der Runde kamen konkrete Vorschläge, wie man für eine höhere Schülerzahl in Hönebach sorgen könnte.

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