Umstrukturierung unter Eigenverwaltung

Zukunft der Baufirma Herrmann liegt im Hochbau

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Die Bagger sollen weiter rollen: Geschäftsführer Axel Beuth (links) und Sanierungsgeschäftsführer Heinz-Peter Derrix-Belau sehen den künftigen Schwerpunkt der Baufirma Willi Herrmann im Hochbau.

Heimboldshausen. Axel Beuth und Heinz-Peter Derrix-Belau sind zuversichtlich, dass die Baufirma Willi Herrmann nach der Sanierung wieder auf gesunden Füßen stehen wird.

Die Geschäftsführer des Traditionsunternehmens aus dem Philippsthaler Ortsteil Heimboldshausen machen allerdings auch keinen Hehl daraus, dass nicht alle der rund 120 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten werden. Am 9. Januar hatte die Baufirma beim Amtsgericht eine Sanierung unter Insolvenzschutz in Eigenverwaltung gestellt (unsere Zeitung berichtete). Bei diesem Verfahren wacht ein Sachwalter über die die wirtschaftliche Lage.

Eine „verrückte Konstellation“ habe diesen Schritt notwendig gemacht, erklärt Geschäftsführer Axel Beuth. Die Auftragslage beim Hochbau sei gut, im Tiefbau aber rückläufig. Die Firma sei in diesem Segment vor allem im Kanalbau in Wohngebieten für die öffentliche Hand tätig. Wegen sinkender Gewerbesteuereinnahmen durch die Krise bei K+S erwartet Beuth in den umliegenden Kommunen einen Rückgang der Investitionen. Das Geschäftsjahr 2016 schließe voraussichtlich mit einem Verlust ab.

Mit der Düsseldorfer Kanzlei Buchalik Brömmekamp habe man sich deshalb rechtzeitig einen Berater gesucht, der den Weg in die Eigenverwaltung geebnet habe. Bislang verteile sich die Belegschaft zu etwa zwei Dritteln auf den Tiefbau und zu einem Drittel auf den Hochbau, erklärt Sanierungsgeschäftsführer Heinz-Peter Derrix-Belau von der Buchalik-Brömmekamp-Unternehmensberatung. Der Hochbau könne den Tiefbau nicht auf Dauer stützen.

Der Geschäftsbetrieb sei gesichert, betont Derrix-Belau. Sowohl Lieferanten als auch Auftraggeber hätten eine weitere Zusammenarbeit zugesagt. Sobald es das Wetter zulasse, solle auf den Baustellen wieder gearbeitet werden.

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