Konzern zahlt Millionen-Summe, Gemeinde nimmt Klage zurück

Vergleich: K+S und Gerstungen beenden den Laugenstreit

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Umringt von Kameras: Gerstungens Bürgermeisterin Sylvia Hartung und K+S-Vorstandsvorsitzender Burkhard Lohr (rechts) unterzeichnen im Gerstunger Rathaus die Vereinbarung zur Sicherung der Trinkwasserversorgung.

Gerstungen. Der Düngemittelhersteller K+S und die Gemeinde Gerstungen (Wartburgkreis) haben ihre jahrzehntelangen Auseinandersetzung um die Versenkung salzhaltiger Abwässer aus dem Kalibergbau in tieferliegende Gesteinsschichten beigelegt.

Das Unternehmen unterstützt die Optimierung der kommunalen Trinkwasserversorgung im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Im Gegenzug verpflichtet sich die 6000-Einwohner-Gemeinde, ihre Klage- und Eilverfahren gegen die Salzabwasserversenkung sowie den seit 2007 nicht mehr betriebenen Pufferspeicher Gerstunger Mulde zu beenden und sich für eine einvernehmliche Beilegung der Verfahren gegen die Einleitung von Salzabwasser in die Werra einzusetzen. Eine entsprechende Vereinbarung haben Gerstungens Bürgermeisterin Sylvia Hartung und K+S-Vorstandsvorsitzender Burkhard Lohr am Dienstag im Gerstunger Rathaus unterzeichnet. 

Konkret sollen mit der finanziellen Unterstützug von K+S neue Brunnen gebohrt und ans Wassernetz der Gemeinde angeschlossen werden. Ferner sei die Erweiterung eines Hochbehälters angedacht, um ein besseres Mischungsverhältnis des Wassers zu erreichen, erklärte Bürgermeisterin Hartung in einer Pressekonferenz. „Ich freue mich, dass wir nach dem Vergleich mit dem BUND nun auch mit der Gemeinde Gerstungen eine Vereinbarung geschlossen haben, von der die Umwelt und die Arbeitsplätze gleichermaßen profitieren“, sagte Burkhard Lohr. 

Bürgermeisterin Sylvia Hartung betonte: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir einen gemeinsamen Weg gefunden haben und bin sicher, diesen auch in Zukunft miteinander gehen zu können“. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Auch über diesen Zeitraum hinaus haben sich die Vertragspartner verpflichtet, sich bei etwaigen Meinungsverschiedenheiten um einvernehmliche Lösungen zu bemühen

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