SPD-Mann hatte sich durchgesetzt 

Timo Heusner als Bürgermeister von Philippsthal vereidigt

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Der strahlende neue Bürgermeister Timo Heusner (Mitte), die Vorsitzende der Gemeindevertretung Ilona Öchel-Henkel und Amtsvorgänger Ralf Orth.

Im würdigen Ambiente der Orangerie von Schloss Philippsthal ist am Montagabend Timo Heusner als neuer Bürgermeister der Werragemeinde vereidigt worden.

Der 39-jährige SPD-Kandidat hatte sich Ende Mai im ersten Wahlgang mit 55,6 Prozent gegen seine beiden Mitbewerber Anja Zilch (FWG) und Carsten Wiegand (CDU) durchgesetzt. Er löst am 1. Januar 2020 Amtsinhaber Ralf Orth (SPD) ab, der aus gesundheitlichen Gründen auf eine weitere Amtszeit verzichtet hatte.

Orth wünschte seinem Nachfolger in einer herzlichen Rede alles Gute und lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gremien in Philippsthal. Zu den ersten Gratulanten gehörten dann auch seine Mitbewerber um das Bürgermeisteramt. 

"Fresskorb" überreicht

Anja Zilch überreichte Heusner einen „Fresskorb“, damit er immer viel Kraft im neuen Amt habe. Carsten Wiegand, der privat mit Heusner befreundet ist, schenkte dem neuen Bürgermeister eine Bildcollage mit Schnappschüssen aus dem Wahlkampf. „Wir hatten uns versprochen, trotz Wahlkampf Freunde zu bleiben, und so wird es auch sein“, sagte Wiegand.

Für die SPD sagte Andreas Nennstiel: „Wir sind stolz auf Dich und wissen, dass Du das Amt des Bürgermeisters unparteiisch ausüben wirst.“ Er schenkte Heusner eine Amtsglocke, damit er sich auch immer Gehör verschaffen kann. 

Von der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ulrike Wenig, die Heuser respektvoll als „Herr Bürgermeister“ ansprach, bevor sie dann wieder zum vertrauten Du überging, bekam er weiße Orchideen, „weil die auch mal lange Zeit ohne Wasser auskommen“. 

Kollegiale Zusammenarbeit

Ein dezenter Hinweis darauf, dass für ihn als Bürgermeister vielleicht auch so manche Durststrecke wartet. Gleichwohl versprach auch die CDU kollegiale Zusammenarbeit, wie sie im Parlament von Philippsthal schon seit Jahren praktiziert wird.

Heusner selbst revanchierte sich mit einem kleinen Umtrunk im Anschluss an die Gemeindevertretersitzung und dankte allen für die „gute Aufnahme“ in den politischen Gremien. Er gelobte gute Zusammenarbeit „zum Wohle der Bürger von Philippsthal“.

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