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„Winterzauberland“ in der Kreuzberghalle: Es gab Stracke für die Künstler

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Philippsthal. Das Motto „Winterzauberland“ hätte das Kulturwecker-Konzert in Philippsthal nicht besser treffen können. Denn während draußen dichter Schneefall die Umgebung in eine weiße Winterlandschaft verwandelte, ließen sich in der Kreuzberghalle die Besucher von den Melodien der aus Funk und Fernsehen bekannten Stars verzaubern.

Dazu beigetragen hat einmal das gewohnte Programmschema der bereits mehrmals in Philippsthal gastierenden Schlagertournee.

Aber auch Bert Beel als vielseitiger Moderator wusste das Publikum schon zu Beginn mit launigen Witzen in erwartungsvolle Stimmung zu versetzen. Nicht weniger bekannt ist sein Talent zu parodieren. Dafür hat er diesmal von Marlene Dietrich und Hans Albers über Heinz Rühmann und Johannes Heesters bis zu Trude Herr als „Wuchtbrumme“ der 1960er Jahre und natürlich Elvis einstmals berühmte Schlagergrößen in Erinnerung gebracht.

Das „Duo California“ indes widmete sich mit dem Lied „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ mehr den Landschaftsgefühlen und ist auch weiter „Auf der Suche nach Zärtlichkeit“. Zudem wusste Eva Maria Piekert das bekannte Volkslied „Viva la musica“ mit prägnanter Stimme zu interpretieren und befand überdies „Die Welt ist wunderschön“.

Geradezu verzaubert waren die Konzertgäste ebenso von dem jungen Trompeter Kevin Pabst, der mit Vico Torrianis Ohrwurm „La Pastorella“ sowie Nino Rossis Welthit „Il silenzio“ begeisterten Beifall auslöste und auch noch eine Zugabe liefern musste.

Zu einer anderen Generation hingegen gehört Dunja Rajter, der man aber aufgrund ihrer Erscheinung glaubte „Ich liebe das Leben“ und sich wie Hildegard Knef einst wünschte „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Weniger ans Gefühl appellierte dann Bernhard Brink mit seiner Behauptung „Ich setze alles auf Sieg“ und präsentierte folgend ein Feuerwerk der bekanntesten Lieder aus seiner über 40-jährigen Karriere. Dass der Schlagerstar neben seinem musikalischen auch noch ein persönliches Fitnessprogramm auf der Bühne zeigte, belohnte das Publikum schließlich mit langem Applaus.

Die vom Kulturwecker-Vorsitzenden Hartmut Sell und von Bürgermeister Rolf Orth am Schluss des Programms verteilten Stracken in Hausmacherqualität (regionale Wurstspezialität) hatten sich die Interpretinnen und Interpreten des Abends dann auch redlich verdient.

Von Hans Heinrich Hartmann

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