Fabrik stand zeitweise still

Turbine ausgefallen und Trafo-Kurzschluss: Laute Knallgeräusche durch Störung bei K+S

Eine Störung im Kraftwerk des K+S-Standorts Hattorf hat am Sonntag für zwei laute Knallgeräusche gesorgt.
+
Eine Störung im Kraftwerk des K+S-Standorts Hattorf hat am Sonntag für zwei laute Knallgeräusche gesorgt.

Eine technische Störung am Standort Hattorf des K+S Werks Werra hat am Sonntagabend zwei laute Knallgeräusche verursacht, die in Philippsthal und Umgebung zu hören waren.

Philippsthal – Wie Unternehmenssprecher Marcus Janz mitteilt, seien weder Menschen noch die Umwelt beeinträchtigt worden. Gegen 20.50 Uhr ist laut Pressemitteilung des Bergbauunternehmens eine Dampfturbine im Kraftwerk des Philippsthaler Produktionsstandorts ausgefallen. Ursache war ein Erdschluss im Mittelspannungsnetz. Weil die Dampfproduktion in den Dampfkesseln nur langsam heruntergefahren werden könne, habe sich daraufhin der Druck aufgebaut, sodass die Sicherheitsventile – wie vorgesehen – automatisch geöffnet wurden. „Das ging mit einem lauten Knall einher, der auch außerhalb des Werks zu hören war. Mehrere Minuten lang wurde Wasserdampf abgelassen, bis sich der Kesseldruck wieder normalisiert hatte“, erklärt der K+S-Sprecher.

Etwa eine halbe Stunde später sei es im Mittelspannungsnetz zusätzlich zu einem Kurzschluss an einem kleinen Hilfstransformator einer Gasturbine gekommen, der ebenfalls durch einen Knall wahrnehmbar gewesen sei. Auch dabei seien weder Mensch noch Umwelt zu Schaden gekommen. Wegen der damit verbundenen Rauchentwicklung sei aber die Werksfeuerwehr im Einsatz gewesen. „Bis die Stromversorgung gegen Mitternacht wieder normal funktionierte, hat die Fabrik des Standorts Hattorf vorübergehend den Betrieb eingestellt. Die Dampfturbine arbeitet wieder normal. Die Gasturbine, deren Hilfstransformator die Störung verursacht hat, ist bis zum Abschluss der Reparatur vom Netz“, berichtet Janz. Der Grubenbetrieb sei zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen. Das Bergamt sei über die Störung informiert worden. Die Ursache für den Erd- beziehungsweise Kurzschluss werde noch näher untersucht, teilt K+S abschließend mit.  /jce

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare