Der Automat soll bleiben

Sparkasse verkauft Filialgebäude in Heimboldshausen

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Zu verkaufen: Die Sparkasse trennt sich von ihrer Filiale an der Eisenacher Straße im Philippsthaler Ortsteil Heimboldshausen. Die Selbstbedienungszone soll dort aber erhalten bleiben.

Heimboldshausen – Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg trennt sich von ihrer Filiale in Heimboldshausen. Auf den geplanten Verkauf weist bereits ein Schild am Gebäude hin.

Dennoch werde sich das Kreditinstitut aus dem Philippsthaler Ortsteil nicht vollständig zurückziehen, betont Wolfgang Kurth, Leiter des Vorstandsstabes der Sparkasse: Auch nach dem Verkauf solle voraussichtlich ein Teil des Gebäudes weiterhin ein Selbstbedienungs-Terminal des Kreditinstituts beherbergen. Bislang sei noch kein Käufer für das Gebäude gefunden, mit einem künftigen Eigentümer strebe die Sparkasse jedoch eine entsprechende Vereinbarung auf Mietbasis an, berichtet Kurth.

Seit Juni 2017 ist die Sparkassen-Niederlassung in Heimboldshausen nicht mehr regelmäßig mit Personal besetzt. Darauf weist ein Aushang im Inneren der Filiale die Kunden hin. Die Selbstbedienungs-Zone mit Geldautomat und Terminals für Überweisungen ist rund um die Uhr zugänglich. Beratungstermine wurden in Heimboldshausen seither nur noch nach vorheriger Anmeldung angeboten, weiterhin verweist der Aushang auf die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle im Kernort Philippsthal.

Durch die fortschreitende Digitalisierung verliere das Geschäftsstellennetz zunehmend an Bedeutung und die persönliche Beratung in den Filialen werde seltener in Anspruch genommen, berichtet Kurth. Auf diese Entwicklung habe die Sparkasse mit einem Online-Beratungscenter reagiert, in dem persönliche Ansprechpartner für die Kunden montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr via Bildschirm oder Telefon erreichbar seien. Auch die ältere Generation sei inzwischen zunehmend per Computer, Tablet oder Smartphone digital vernetzt und könne so Bankgeschäfte bequem von zuhause aus tätigen.

„Wir bleiben weiterhin nah an unseren Kunden, die Werkzeuge haben sich jedoch geändert“, betont der Leiter des Sparkassen-Vorstandsstabes. Voraussetzung für diese Kundennähe sei in den 1980er und 1990er Jahren ein dichtes Filialnetz gewesen. An dessen Stelle träten mittlerweile jedoch zunehmend die digitalen Angebote.

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