Start im Oktober

Philippsthaler Baugebiet: 57 Euro pro Quadratmeter

Platz für 36 Häuser: Der grüne Reptilienzaun ist Teil der Artenschutzmaßnahmen, mit denen die Erschließung des Philippsthaler Neubaugebiets vorbereitet wird. Hinter der Baumreihe befindet sich die Philippsthaler Friedhofskapelle, dahinter fällt der Blick auf den K+S-Standort Hattorf. Foto: Jan-Christoph Eisenberg

Mit einem voll erschlossenen Quadratmeterpreis von 57 Euro wirbt die Marktgemeinde Philippsthal um Interessenten für ihr Baugebiet „Unter den krummen Äckern“.

Diese und weitere Rahmenbedingungen für die Vermarktung der insgesamt 36 Bauplätze oberhalb des Friedhofs im Kernort hat die Gemeindevertretung am Montagabend während ihrer Sitzung in Orangerie einstimmig beschlossen.

Um Grundstücksspekulationen zu vermeiden, legte die Gemeindevertretung für die Käufer eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren mit zweijähriger Verlängerungsoption fest. In dem Quadratmeterpreis enthalten ist neben dem reinen Flächenpreis auch der sogenannte Erschließungskostenbeitrag. Dieser beinhaltet den Anschluss ans Straßennetz sowie Ver- und Entsorgungsleitungen in unmittelbarer Nähe der Grundstücke. Nicht enthalten sind hingegen die Kosten der Hausanschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Telefonleitungen sowie Grunderwerbssteuer oder Notarkosten, die vom Käufer übernommen werden müssen. Für das geplante Neubaugebiet gibt es bereits seit dem Jahr 1994 einen rechtskräftigen Bebauungsplan, der derzeit noch einmal überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird (unsere Zeitung berichtete).

Nach den Plänen der Marktgemeinde soll die Erschließung des Neubaugebiets im kommenden Oktober beginnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis in den darauffolgenden Mai.

Beim Bau der Straße mit insgesamt drei Wendehämmern entschied sich die Gemeindevertretung für einen sogenannten Vorstufenausbau: Zunächst wird dabei die Fahrbahn bis zur Asphalttragschicht samt Straßenabläufen und Beleuchtung, ohne die Gehwegflächen und Bordsteine erstellt. Die weiteren Arbeitsschritte sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt folgen, wenn etwa zwei Drittel der Grundstücke bebaut sind. Bürgermeister Timo Heusner sprach von einem „attraktiven Grundstückspreis“ und zeigte sich froh, dass das Projekt nun angestoßen werde.

Einhelliges Lob fand das Vorhaben auch bei den Rednern der Fraktionen: Von einer „hervorragenden Werbung und Investition in die Zukunft“ sprach Maik Nennstiel (FWG).

Ulrike Wenig (CDU) äußerte die Hoffnung, dass Philippsthal mit dem Neubaugebiet nicht nur für junge Familien, sondern für Neubürger aller Altersklassen attraktiver werde. Heiner Reuber (SPD) hob zudem lobend hervor, dass für 20 Prozent der geplanten Bauplätze bereits eine Reservierungsoption bestehe.

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