Ausgeglichener Haushalt

Philippsthal: Das Tal der Tränen verlassen

Philippsthal – Einstimmig verabschiedete das Philippsthaler Gemeindeparlament den Haushalt 2019 in seiner Sitzung am Montagabend in der Orangerie.

Übereinstimmend positiv waren dann auch die Wortmeldungen der drei Fraktionsvorsitzenden, das umfangreiche Zahlenwerk letztendlich beschlussfähig zu gestalten. Die Bonuspunkte dafür hatten sich wohl Kämmerer Michael Schneider und sein Mitarbeiterteam verdient.

So etwa erkannte Ulrike Wenig von der CDU nach gemeinsamem Weg „durchs finanzielle Tal der Tränen“ wieder Spielraum selbst für größere Investitionen. Maik Nennstiel von den Freien Wählern äußerte sich zudem lobend zur parteiübergreifend konstruktiven Zusammenarbeit während der Haushaltsberatungen.

Und auch Andreas Nennstiel von der SPD war überzeugt, nach dem „Aufenthalt in der Intensivstation“ mit gemeinsam unterstützten Projekten Philippsthal auf einen zukunftssicheren Weg zu bringen.

Computernetzwerk

Gleichfalls einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter die Erneuerung des Computernetzwerks der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs zum Bruttopreis von 42 000 Euro.

In der Begründung heißt es, dass die bloße Aufrüstung des Betriebssystems wirtschaftlich nicht rentabel sei. Vielmehr müsse auch die Computertechnik selbst dem aktuellen Stand angepasst werden. Ebenso bestünde aufgrund der inzwischen mehrjährigen Laufzeit der Server zum Betrieb und zur Datensicherung die Gefahr von Totalausfällen. Eine Netzwerk-Kompletterneuerung sei daher unumgänglich.

Die Installation durch das Fachunternehmen ist nun auf Dienstag, 21., bis Donnerstag, 23. Mai, terminiert.

Rundschau-Berichte

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beantragte die FWG-Fraktion, die 2000-Buchstaben-Begrenzung für Vereinsberichte in der Philippsthaler Rundschau aufzuheben.

Für die FWG begründete deren Fraktionsvorsitzender Maik Nennstiel die unterschiedliche Größe der Vereine und damit auch den Umfang der Berichte als Grund des Verlangens. So zum Beispiel hätten Vereine mit mehreren Abteilungen oft größeren Platzbedarf für die Darstellung ihrer Aktivitäten. Die Begrenzung enge die Berichterstattung zu sehr ein.

Dazu äußerte Bürgermeister Ralf Orth seine Bedenken und befürchtet dann eine Ausweitung des Blattumfangs mit Mehrkosten des Nachrichtenorgans. Diese aber seien bei kostenloser Verteilung nicht mit der Haushaltskonsolidierung vereinbar. Carsten Wiegand von der CDU schlägt deshalb vor, durch Beratung im Gemeindevorstand eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Diese Änderung des FWG-Antrags wurde dann auch von allen Fraktionen angenommen.  

VON HANS-HEINRICH HARTMANN

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