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Philippsthal sucht Käufer für Praxisräume im Schloss

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Für eine Eigentumswohnung im Westflügel des Schlosses sucht die Marktgemeinde Philippsthal einen Käufer.

Die Räume, die einst die Gemeindebücherei beherbergten und derzeit an eine Praxis für Logopädie sowie Ergotherapie vermietet sind, sollen nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeindeparlaments im Zuge eines Bieterwettbewerbs abgegeben werden. Das Mindestgebot liegt bei 110 000 Euro.

Während das Mehrfamilienhaus an der Schlossstraße (ganz oben) weiterhin Eigentum der Marktgemeinde Philippsthal bleibt, sollen die Praxisräume im Schloss verkauft werden.

Die Beschlussvorlage des Gemeindevorstands sah ursprünglich vor, auch ein gemeindeeigenes Mehrfamilienhaus an der Schlossstraße zu veräußern. Mit den Stimmen von SPD und FWG beschlossen die Gemeindevertreter bei den Gegenstimmen der CDU-Fraktion sowie eines FWG-Vertreters jedoch, das Gebäude nicht abzugeben.

Laut einer Wirtschaftlichkeitsanalyse der Gemeindeverwaltung ist die Vermietung beider Liegenschaften zwar derzeit kein Verlustgeschäft, mangels Rückstellungen drohen demnach jedoch höhere Kosten bei einer Sanierung. Hinzu komme der Verwaltungsaufwand und für das Mehrfamilienhauses auch der Einsatz des Bauhofs bei Grünpflege und Winterdienst.

Für die SPD verwies Heiner Reuber jedoch auf die allgemeine Wohnraumsituation: „Gerade Städte und Gemeinden, die ihre Liegenschaften in der Vergangenheit veräußert haben, weinen diesen nun nach“. Er plädierte deshalb dafür, stattdessen die vergleichsweise niedrige Miete sukzessive auf das ortsübliche Niveau anzuheben, die Leistungen des Bauhofs in den Nebenkosten zu berücksichtigen und bei Neuvermietungen künftig soziale Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Beim kürzlich beschlossenen Verkauf des Bauhof-Geländes in der Werramühle, zu dem auch Wohnungen gehören, hätten diese Aspekte keine Rolle gespielt, entgegnete Ulrike Wenig (CDU), die mit Hinweis auf Verwaltungsaufwand und Sanierungskosten an der Veräußerung festhielt. Für die FWG kündigte Maik Nennstiel wegen unterschiedlicher Meinungen das nicht einheitliche Abstimmungsergebnis seiner Fraktion an.  jce

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