Machbarkeitsstudie zum Recyclinghof

Ein Treppenlift für die Kreuzberghalle in Philippsthal

Hier geht es steil nach unten: Der Zugang zu den Vereinsräumen im Keller der Kreuzberghalle soll durch einen Treppenlift barrierefrei werden.
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Hier geht es steil nach unten: Der Zugang zu den Vereinsräumen im Keller der Kreuzberghalle soll durch einen Treppenlift barrierefrei werden.

Damit die Vereinsräume im Kellergeschoss der Philippsthaler Kreuzberghalle künftig barrierefrei erreichbar sind, soll an der Außentreppe ein Plattformlift installiert werden.

Philippsthal- Diesen Beschluss fasste die Gemeindevertretung jetzt einstimmig. Die Kosten von rund 35 000 Euro sollen in der Investitionsplanung für das kommende Haushaltsjahr berücksichtigt werden. Mit dem behindertengerechten Zugang befasste sich das Gremium zum wiederholten Male. Bereits im August 2019 hatte die Gemeindevertretung einstimmig einen Antrag der CDU-Fraktion beschlossen, das Untergeschoss mit einem außen am Gebäude angebrachten Aufzug zu erschließen.

Die Gemeindevertreter hofften damals allerdings auf eine 80-prozentige Förderung aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds (WUW). Das Projekt wurde allerdings nicht in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen. Den erneuten Antrag der CDU, das Vorhaben auch ohne die erhoffte Förderung umzusetzen, verwies das Parlament im Dezember 2019 mehrheitlich zur weiteren Prüfung an den Bau- und Umweltausschuss. Ein ursprünglich angedachter Ortstermin sei zwar der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, dennoch habe die Verwaltung mit dem Programm „Investive Förderung und Ausbau inklusiver sozialraumverträglicher kommunaler Angebote“ des Sozialministeriums eine im Vergleich zum WUW deutlich attraktivere Alternative mit einer bis zu 90-prozentigen Förderquote gefunden, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage.

Mit dem Bau des Treppenlifts werde den älteren Einwohnern weiterhin die Teilnahme am Vereinsleben ermöglicht, betonte Carsten Wiegand (CDU), der allerdings beklagte, dass die Bauabteilung des Rathauses weder das eigentlich im vergangenen Jahr beauftragte Gesamtkonzept mit mehreren Varianten erstellt, noch in den Ausschusssitzungen die ganze Wahrheit gesagt habe: Denn tatsächlich präferiere das zuständige Ministerium laut telefonischer Rücksprache einen Fahrstuhl. Der sei von der Gemeinde vor Abgabe des Förderantrages in Wiesbaden aber nie thematisiert worden, monierte der Christdemokrat. Für die SPD verwies Andreas Nennstiel hingegen darauf, dass durch die erneute Prüfung eine erhebliche Einsparung gelungen sei. An die Adresse der CDU gerichtet zitierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Kohl: „Wichtig ist, was hinten rauskommt.“

Abermals auf der Tagesordnung stand auch ein Antrag der SPD-Fraktion, den gemeindeeigenen Recyclinghof in Heimboldhausen zu verkaufen oder zu verpachten. Auch dieses Thema war im vergangenen August mehrheitlich zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen worden. Deren Empfehlung, zunächst eine Machbarkeitsstudie mit den Varianten Verpachtung, Verkauf oder Verbleib bei der Gemeinde zu beauftragen, folgten die Gemeindevertreter am Montag einstimmig. (Jan-Christoph Eisenberg)

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