Mehrkosten in Heimboldshausen

Neues Gemeinschaftshaus wird teurer

Treffpunkt für Heimboldshausen: Im vergangenen September wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus an der Lindenstraße offiziell eröffnet. Jetzt hat das Gemeindeparlament 64 000 Euro Mehrkosten genehmigt. Fotos: Eisenberg

Heimboldshausen. Der Bau des neuen Dorfgemeinschaftshauses „Unter den Linden“ in Heimboldshausen war teurer als ursprünglich gedacht.

Die Philippsthaler Gemeindevertretung hat am Montagabend während ihrer Sitzung in Harnrode beschlossen, den Gesamtfinanzierungsrahmen von ursprünglich zwei Millionen Euro auf 2 064 000 Millionen Euro zu erhöhen. Vorausgegangen war eine kontroverse Debatte. Reiner Rohrbacher (SPD) monierte, dass das Parlament im dritten Anlauf wieder über Mehrkosten in ursprünglicher Höhe entscheiden solle, obwohl zwischenzeitlich eine niedrigere Summe im Raum gestanden habe. Als Vorsitzender des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses empfahl Ralf Merkel zwar die Zustimmung – allerdings unter der Prämisse, dass derartige Überschreitungen in Zukunft nicht mehr hingenommen werden.

„Gute Arbeit geleistet“

Eine Lanze für das beauftragte Architekturbüro brach hingegen Heiner Reuber: „Für einen Finanzrahmen, der vor vier Jahren errechnet wurde, wurde gute Arbeit geleistet“. Der Finanzrahmen von zwei Millionen Euro sei seinerzeit vor der Ausschreibung errechnet worden, betonte auch Architekt Helmut Kohlhepp vom Heringer Architekturbüro Kirschner. Ausschlaggebend für die Mehrkosten seien vor allem der mit Asbest belastete Innenputz und die unerwartet dicken Fundamente des alten Gebäudes gewesen. Ferner sei die Ausstattung des Cafés im Erdgeschoss nicht in der Kostenschätzung enthalten gewesen. Ausgaben für ein neues Brandschutzkonzept stünden sogar Einsparungen bei der Brandschutztechnik. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte sei die erste Schätzung vergleichsweise genau gewesen, unterstrich der Architekt.

Umfangreicher Zusatzantrag

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrike Wenig nahm angesichts der Erfahrungen in Heimboldshausen bereits den möglichen Neubau des Gemeinschaftshauses im benachbarten Röhrigshof ins Visier. Ihr umfangreicher Zusatzantrag, eine vorübergehende Nutzung des neuen Gebäudes in Heimboldshausen durch beide Orte zu prüfen, wurde auf Bitten der anderen Fraktionen auf die nächste Sitzung vertagt.

Soll verkauft werden: Das alte Feuerwehrgerätehaus in Heimboldshausen wird nach Fusion und Umzug der Wehren Röhrigshof und Heimboldshausen nicht mehr benötigt.

Was die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrhauses in Heimboldshausen betrifft, waren sich die Gemeindevertreter einig: Nachdem die Einsatzabteilungen der Feuerwehren Röhrigshof und Heimboldshausen sich zur neuen Wehr Philippsthal Mitte zusammengeschlossen und ihre neue Unterkunft an der Eisenacher Straße bezogen haben, steht das alte Gebäude an der Lindenstraße weitgehend leer. Es soll deshalb in einer formlosen Ausschreibung zum Verkauf angeboten werden. Den Verkehrswert gibt ein Gutachten mit rund 60 000 Euro an.

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