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Freibad-Test: Das Sportbad Philippsthal überrascht mit Besonderheiten

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Besonders beliebt bei den Kindern und Jugendlichen der nahen Heinrich-Grupe-Schule sind die Rutsche und der Drei-Meter-Sprungturm.
Besonders beliebt bei den Kindern und Jugendlichen der nahen Heinrich-Grupe-Schule sind die Rutsche und der Drei-Meter-Sprungturm. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit. In unserer Serie stellen wir die elf Freibäder in unserem Landkreis vor. Heute: das Sportbad Philippsthal.

Philippsthal – Hamburger statt Pommes, das Schwimmen aus der Umkleidekabine ins Becken und ein besonderer Wetter-Bonus, von dem Bademeister Felix Seidel berichtet: Das sind nur einige der Besonderheiten, mit denen sich das Sportbad Philippsthal vom typischen Freibad abhebt.

Besonderheiten

Vor allem die Menschen und der Umgang miteinader machen das Sportbad laut Felix Seidel aus. Er ist einer von zwei Bademeistern, die sich den Dienst hier durch eine Früh- und eine Spätschicht teilen. Die Besucher hier seien entspannt, vor allem unter den Frühschwimmern kennt er die meisten Gäste. Ab Saisonstart am 2. Mai kommen sie laut dem Bademeister täglich und bei jedem Wetter hierher.

Dazu verrät er einen Vorteil, den die geschützte Lage durch den Monte Kali birgt: Der Berg halte Regenwetter oft ab – auch, wenn es eigentlich vorhergesagt wurde. Zusätzlich beliebt bei den Schwimmern, die regelmäßig herkommen, ist das Sportbad durch die beiden dauerhaft auf mindestens 25 Grad beheizten Becken.

Insgesamt hat das Bad vier. Neben einem Schwimmerbecken mit Bahnen und einem für Nichtschwimmer mit breiter Wellenrutsche gibt es eins für die beiden Sprungtürme und ein Kinderplanschbecken mit eigener Rutsche.

„Man ist schon sehr gerne hier“, sagt Besucherin Monika Hirschberg aus Philippsthal. Sie und Heike Albrecht aus Dorndorf in Thüringen berichten, dass neben Gästen aus Philippsthal und den Ortsteilen auch Gäste aus Thüringen und somit unter anderem aus Vacha oder Pferdsdorf herkommen. Neben der Wassertemperatur gehört der direkte Zugang vom Umkleidebereich zu dem Becken mit den Bahnen zu den Besonderheiten.

Im Innenbereich folgt auf die Tür hinter dem Umkleidebereich eine Treppe ins Wasser. Die Besucher können so unter einer Brücke für die anderen Badegäste hindurch ins Freie schwimmen.

Aktivitäten

Sehr beliebt bei den Kindern und Jugendlichen der nahe am Freibad gelegenen Heinrich-Grupe-Schule sind die Rutsche und der Drei-Meter-Turm. Und auch vom Ein-Meter-Brett springen sie gern, wenn nach dem Schwimmenüben die Zeit zum Spielen ruft. Ein- bis zweimal pro Woche besuchen sie mit Schwimmlehrerinnen das Freibad. Auch die Kreuzbergschule nutzt die Nähe zum Sportbad. „Alles ist total übersichtlich“, sagt Bademeister Seidel über den Aufbau des Sportbades. Ein Beachvolleyball-Feld gehört dazu, ein Spielplatz ist vom Bad aus erreichbar. Die Auslastung sei während beider Schichten überschaubar.

Einen selbst gemachten Hamburger serviert Monika Hohage aus dem Kiosk am Eingang heraus.
Einen selbst gemachten Hamburger serviert Monika Hohage aus dem Kiosk am Eingang heraus. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Über den Wechsel von Frühschwimmern und denen, die generell mittags herkommen, sagen Monika Hirschberg und Heike Albrecht: „Das klappt alles wunderbar.“ Geöffnet hat das Bad täglich von neun bis 19 Uhr an allen Tagen inklusive Feiertagen vom 2. Mai bis zum Saisonende um den 15. September herum.

Essen und Getränke

Um zwölf Uhr öffnet der Kiosk im Eingangsbereich des Schwimmbades. Er wird extern betrieben und gehört seit Beginn der aktuellen Saison dazu. Zuvor gehörte der Kiosk zur benachbarten, inzwischen geschlossenen Gaststätte. „Das ist super“, sagt Kiosk-Mitarbeiterin Monika Hohage über die Arbeit auf dem Gelände des Sportbades. Begeistert zeigt sie sich, wie auch der Bademeister, von den netten Menschen. Es ginge entspannt zu, man merke, dass die Kinder Spaß haben. Die für viele Freibäder typischen Pommes gibt es am Kiosk nicht. Das sei aufgrund des kleinen Raumes und der nötigen Belüftung nicht gestattet. Stattdessen stehen neben Eis, Getränken und Süßigkeiten auch Bockwurst mit Brötchen, belegte Brötchen und selbst gemachte Hamburger auf der Karte. Letztere kosten vier Euro und Hohage erklärt, dass auch die Frikadelle selbst gemacht werde. Mit Salat, Tomate, eingelegter Gurke und Cocktailsoße heben sich die Burger von den üblichen Freibad-Pommes ab.

Fazit

Besuchen das Bad gern: Monika Hirschberg aus Philippsthal und Heike Albrecht aus Dorndorf.
Besuchen das Bad gern: Monika Hirschberg aus Philippsthal und Heike Albrecht aus Dorndorf. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Das Sportbad Philippsthal punktet weniger durch eine Fülle von Attraktionen, sondern durch seine freundliche Atmosphäre. Es ist bei Stammbesuchern beliebt, bietet mit warmen Wassertemperaturen, dem übersichtlichen Gelände und nicht zu hohen Besucherzahlen allen ein schönes Badeerlebnis, die es etwas ruhiger mögen. Doch auch für Liebhaber des Springens, Rutschens und Volleyballspielens ist es geeignet. (Eden Sophie Rimbach)

Wichtige Infos für den Freibad-Besuch in Philippsthal 

Adresse: Am Bad 3, 36269 Philippsthal

Betreiber: Thimet Bäderbetriebe

Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 19 Uhr, vom 2. Mai bis zum 15. September, auch an Feiertagen

Kontakt: Tel.: 0 66 20 / 91 86 38; sportbad-philippsthal@hotmail.de

Preise: Einzelkarten für Kinder ab sechs Jahren: 1,50 Euro, Jugendliche von 13 bis 17 Jahren: 1,70 Euro, Erwachsene ab 18 Jahren: 3,30 Euro, Erwachsene mit Ermäßigung: 2,50 Euro; Feierabendkarte für Erwachsene (ab 17.30 Uhr): 2,50 Euro; Zehnerkarte Kinder: 13,80 Euro, Zehnerkarte Jugendliche: 15 Euro, Zehnerkarte Erwachsene: 27 Euro, Zehnerkarte mit Ermäßigung: 23,50 Euro; Saisonkarte Kinder: 29 Euro, Saisonkarte Jugendliche: 38 Euro, Saisonkarte Erwachsene: 60 Euro, Saisonkarte mit Ermäßigung: 50 Euro; Familienkarte ohne Kinder: 100 Euro, Familienkarte mit Kindern: 110 Euro. Die Ermäßigung gilt für volljährige Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung ab 50 Prozent bei Vorlage des Nachweises. esr

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