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Vom Laster in den Kleinbus: Neuer Stützpunkt der Post in Philippsthal

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Neuer Post-Zustellstützpunkt im ehemaligen Aldi-Markt in Philippsthal.:Zustellerin Iryna Kistanava belädt ein Zustellfahrzeug. © Eisenberg

Philippsthal. So viel Betriebsamkeit am Morgen herrschte an der Philippsthaler Parkstraße zuletzt, wenn mittwochs die Sonderangebote ausgepackt wurden: Im ehemaligen Aldi-Markt hat die Deutsche Post ihren neuen Zustell-Stützpunkt in Betrieb genommen.

Gegen 7.30 Uhr ist der Lastwagen mit den Sendungen aus dem Briefzentrum Fulda eingetroffen. Rund 70 Prozent der in gelben Kisten angelieferten Briefe seien dort bereits maschinell in der Reihenfolge vorsortiert worden, in der die Zusteller später die Häuser ansteuern, erläutert Christof Wolf, der Leiter des Zustellstützpunktes Bad Hersfeld. Zu dessen Zuständigkeit gehören insgesamt 16 Zustellstützpunkte in Osthessen und Westthüringen.

Sperrige Sendungen wie große Umschläge oder Zeitungen und Zeitschriften würden von der Sortiermaschine aber beschädigt werden. Deshalb müssen die Zusteller vor ihrer Tour selbst Hand anlegen: Flink verteilen die elf Männer und Frauen die Umschläge zunächst in unterschiedliche Fächer an der Wand. Weiter geht es im Nachbarraum an den sogenannten Spinden: Für jede Straße einer Tour gibt es hier ein eigenes – nach Hausnummern unterteiltes – Regalbrett, auf dem die Sendungen einsortiert werden. Sind die Briefe wieder in Kisten verstaut, verladen die Zusteller sie in ihre Kleinbusse.

Wenig später trifft ein weiterer Lastwagen mit sperriger Fracht ein: Die auf Rollwagen verstauten Pakete und Päckchen sind im Verteilzentrum in Nohra bei Weimar bereits in zwei Gruppen aufgeteilt worden und müssen in Philippsthal nach einzelnen Touren sortiert werden. Nachdem Briefe und Pakete in den gelben Bussen verstaut sind, brechen die Fahrer zu ihren Touren auf. Von der Philippsthaler Parkstraße aus werden Briefe und Pakete derzeit in alle Orts- und Stadtteile der Marktgemeinde Philippsthal, der Stadt Vacha und der Gemeinde Unterbreizbach ausgeliefert. Bis zum Jahreswechsel befand sich der Zustellstützpunkt in der Nachbarstadt Vacha.

Das dortige Post-Gebäude sei aber marode und entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen, erläutert Christof Wolf. Nachdem zwischenzeitlich ein Ausweichquartier im ehemaligen Edeka-Markt bezogen worden war, hat die Post jetzt für ihren Zustellstützpunkt den früheren Aldi-Markt an der Parkstraße angemietet. Eigentümer Peter Kellner von der Nentershäuser Firma BF-Tec hatte zuvor die Immobilie nach den Anforderungen des Brief- und Paketdienstleisters umgebaut.

Noch sind in der ehemaligen Verkaufshalle einige Flächen frei. Spätestens im Juni soll sich das aber ändern: Dann nämlich zieht auch der Heringer Zustellstützpunkt nach Philippsthal um.

Interessante Zahlen rund um den neuen Zustellstützpunkt finden Sie in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

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