Narren feierten wieder am angestammten Platz

Karneval Heimboldhausen: Stimmung im neuen Haus

Sitzbewegung: Die Gruppe „Halli-Galli“ zeigte den Rollator-Dirndl-Tanz.

Heimboldshausen. Wieder zurück am angestammten Platz, aber jetzt im neuen Dorfgemeinschaftshaus, feierte der VfL Heimboldshausen am Samstag seinen Karneval wie gewohnt in bester Stimmung. Dazu wurde dem noch baufrischem Narrentempel sogleich die Bezeichnung „Unter den Linden“ verpasst.

Drinnen unterdessen bereitete VfL-Vorsitzender Bastian Bodenstein in seiner Brüßung das närrische Publikum aufs Vierstunden-Programm vor. Für die gute Laune zwischendurch sorgten in bewährter Weise Evi Lotz sowie Oliver Freundt als Moderatoren, die zum ersten Stimmungstest schon mal die Vorzeigetanzgruppe „Red Caps“ von der Leine ließen.

Die Anfangsbegeisterung dämpfte dann Evi Lotz in der Bütt aber mit ihren Anmerkungen zur drohenden Schulschließung und deren möglicher Verwendung als Asylantenbunker sowie zu den steigenden Kommunalgebühren wegen der fetten Ausgleichszahlung an die Nachbargemeinde Hohenroda. Als Silberstreif am Horizont erkannte sie jedoch den Spitzentabellenplatz der 1. Fußballmannschaft und hoffte zudem auf wieder steigende Steuereinnahmen aus der Kaliindustrie.

Mehr Reichtum flüssiger Art fürs Dorf erwartet hingegen Margit Fischer, die als frisch gekrönte Weinkönigin „Tusnelda Knorzig“ schon vorab für einen süffigen Tropfen aus der Lage „Heimboldshäuser-Bahndamm-Rießling“ warb und sich die neue Funktion mit einem Besuch beim Papst persönlich bestätigen ließ.

Handfeste Erlebnsisse

Eine Spur härter im Ausdruck gingen da die beiden Karnevals-Veteranen Wolfgang Herrmann und Peter Dzwonek zur Sache, als sie ihre Reiseberichte mit handfesten Rentner-Erlebnissen würzten und so regelrechte Schenkelklopfer beim Publikum verursachten.

Im Ruhestandsalter präsentierten sich zudem Hanni Burhenn und Margit Fischer, die als betagtes Ehepaar ihre darbende Rentner-Erotik mit Tips von Eheberaterin Anne Burhenn wieder zu beleben hofften. Mehr Schwung auf die Bühne brachten indes die Nachwuchstänzerinnen der Gruppe „Purple Stars“. Und auch die „Red Caps“ wurden ihrer Rolle als Starensemble bei den bejubelten Auftritten in wechselnden Kostümen und Tanzformationen gerecht. Gleichfalls löste Margit Fischer in ihrer Solonummer als singende Rockröhre schiere Begeisterung aus.

Das Finale läuteten dann die Rollator-Dirndl-Männer zusammen mit den Lederhosen-Maiden ein sowie zum Schluss die Fußballer, die eine Tanzshow mit Leuchteffekten aufs Parkett legten.

Von Hans-Heinrich Hartmann

Beste Stimmung beim Karneval in Heimboldshausen

Kommentare