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Innereien von Hirschen direkt am Weg hinterlassen: Jagdpächter sucht Zeugen für Wildfrevel

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Blutige Überreste: Unbekannte haben im Jagdrevier von Harald Fritsch die Innereien von zwei Rothirschen entsorgt – direkt an einem beliebten Spazierweg.
Blutige Überreste: Unbekannte haben im Jagdrevier von Harald Fritsch die Innereien von zwei Rothirschen entsorgt – direkt an einem beliebten Spazierweg. © Harald Fritsch

Eine alles andere als appetitliche Entdeckung hat Jagdpächter Harald Fritsch am Montagmorgen, 18. Januar, in seinem Revier oberhalb des Philippsthaler Ortsteils Harnrode gemacht.

Harnrode - Am Rand des Waldgebiets Burgholz hatten Unbekannte offenbar in der Nacht zuvor zwei Rothirsche aufgebrochen – so bezeichnen Jäger das Entfernen der Innereien aus einem erlegten Wildkörper.

Die Eingeweide hätten die Unbekannten zusammen mit jeder Menge Blut – in der Jägersprache Schweiß – und Papiertüchern an Ort und Stelle zurückgelassen – direkt an einem bei Spaziergängern beliebten Weg, berichtet Fritsch. „So etwas bringt die gesamte Jägerschaft in Verruf“, ärgert sich der Harnröder über die blutigen Hinterlassenschaften an solch exponierter Stelle. Anhand der Überreste sei erkennbar, dass es sich um Rothirsche gehandelt habe, sagt der Jagdpächter. Harald Fritsch geht davon aus, dass die Tiere nicht in seinem eigenen Jagdrevier gewildert wurden. Denn dort gebe es gar kein Rotwildvorkommen. Dennoch vermutet er, dass die beiden Hirsche wohl nicht unter legalen Umständen erlegt worden sind: „Warum sonst sollte jemand zum Aufbrechen in ein fremdes Revier fahren?“, verdeutlicht er.

Normalerweise werde diese Arbeit möglichst bald nach dem Schuss meist direkt an Ort und Stelle erledigt. Zwar würden auch dabei die Innereien als Nahrung für Fleischfresser wie Fuchs, Marder oder Greifvögel im Jagdbezirk zurückgelassen – allerdings so, dass Landwirte oder Spaziergänger dadurch nicht beeinträchtigt werden. „Also nicht mitten auf der Wiese oder direkt an der Straße, sondern abseits von Wegen“, erklärt Fritsch. Anhand der Spuren im Schnee geht der Jäger davon aus, dass offenbar zwei Personen am Werk waren und die toten Hirsche wohl auf der Ladefläche eines Pick Ups, also eines Geländewagens mit Ladefläche, transportiert wurden.

Den Vorfall in seinem Revier hat Harald Fritsch nach eigenem Bekunden bei der Polizei sowie der Jagdbehörde des Kreises gemeldet. Der Jagdpächter bittet zudem Zeugen, denen in der Nacht vom vergangenen Sonntag, 17. Januar, auf Montag, 18. Januar, in und um Harnrode verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen sind, sich bei ihm zu melden. jce

Kontakt: Harald Fritsch, 0 66 24/18 44

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