Unternehmen wird abgewickelt

Insolvenz: Herrmann Hochbau aus Philippsthal stellt Betrieb ein

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Das Tor bei Herrmann Hochbau bleibt geschlossen.

Das insolvente Unternehmen Willi Herrmann Hochbau GmbH aus dem Philippsthaler Ortsteil Heimboldshausen hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt.

Das bestätigte Insolvenzverwalter Kai Dellit auf Nachfrage unserer Zeitung. „Hinreichende kostendeckende Aufträge für eine weitergehende Fortführung lagen nicht vor. Zudem hat sich ein Teil der Arbeitnehmer wegen des sich in kurzer Zeit wiederholenden Insolvenzereignisses entschlossen, zu anderen Arbeitgebern zu wechseln“, erklärt Dellit. Das Unternehmen hatte im April beim Amtsgericht Bad Hersfeld den Insolvenzantrag gestellt.

Investoren hätten sich zwar für das Unternehmen interessiert, aber letztendlich für eine Übernahme nicht bereitgestanden. Das mobile Anlagevermögen – insgesamt 600 Posten, darunter Kräne, Gabelstapler, Container, Werkstatt- und Büroausstattung – wird am 13. Juni bei einer Online-Auktion versteigert.

Laut Insolvenzverwalter haben nach derzeitigem Kenntnisstand mehrere Faktoren zur Zahlungsunfähigkeit geführt: „Zunächst hat die Schuldnerin nicht kostendeckende Aufträge von der insolventen KG übernommen, nachdem diese ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hatte. Sodann wurden auch nachfolgend Aufträge angenommen, die sich als nicht kostendeckend herausstellten. Schließlich war sie nicht hinreichend mit Kapital ausgestattet“, so Dellit abschließend.

Noch im Herbst 2017 blickten die Geschäftsführer dank guter Auftragslage und einer Schrumpfkur des Unternehmens hoffnungsvoll in die Zukunft.

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