Nach Gewächshaus-Testreihen und dem Langzeit-Lysimeterversuch

Halden-Abdeckung: K+S beginnt mit dritter Testphase

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Das Versuchsfeld ist vorbereitet: An dieser 100 Meter breiten und 12 bis 25 Meter hohen Flanke der Halde Hattorf erprobt K+S die geplante Abdeckung. 

Philippsthal/Hohenroda. In Sachen Halden-Abdeckung startet K+S am heutigen Montag mit der dritten Testphase. 

Nach Gewächshaus-Testreihen und dem Langzeit-Lysimeterversuch an der Halde Wintershall in Heringen startet der Düngemittelhersteller K+S nun in die dritte Testphase zur Abdeckung der Abraumhalden.

Am heutigen Montag beginnt der sogenannte Halbtechnische Versuch an der Halde Hattorf (HVH). Nach den ersten beiden Versuchsphasen im kleineren Maßstab wird die Abdeckung nun auf einer 100 Meter breiten und 12 bis 25 Meter hohen Haldenflanke getestet. „Dabei werden vor allem technische Aspekte wie Beschüttung, Begrünung, Mischung und Bewässerung überprüft. Zudem werden logistische Abläufe geklärt“, erklärt Unternehmenssprecherin Ivonne Balduf.

Umfangreiche Bauarbeiten

Damit der Versuch starten kann, seien am Standort Hattorf schon umfangreiche Bauarbeiten zur Vorbereitung des Versuchsbereiches ausgeführt worden. Der Halbtechnische Versuch soll laut Mitteilung von K+S ein Vierteljahr dauern. Insgesamt werden 40 000 Tonnen Material auf die Fläche gebracht.

K+S verwendet für die Abdeckung eine Mischung aus 90 Prozent Schlacke aus der Hausmüllverbrennung und zehn Prozent Asche aus der Braunkohleverbrennung. Zur Anlieferung des Abdeckmaterials seien LKW-Transporte unvermeidlich. „Es wird jedoch alles Mögliche unternommen, um die zeitlich befristeten Auswirkungen dieser Transporte so gering wie möglich zu halten“, betont die Unternehmenssprecherin.

Die Abdeckung der Halden des Werkes Werra ist ein Baustein des Masterplans Salzreduzierung der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser, den K+S vereinbarungsgemäß abarbeite.

Abwässer reduzieren

Mit der Abdeckung der Halden im Werratal wird das Ziel verfolgt, die Menge an salzhaltigen Haldenwässern langfristig so zu reduzieren, dass diese im Einklang mit den Bewirtschaftungszielen für Werra und Weser entsorgt werden können. Das bringt nicht nur mehr Entsorgungssicherheit für die Produktion, sondern auch eine weitere Entlastung der Umwelt. (red/jce)

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