Gebrauchtes für guten Zweck

50. Luftikus-Flohmarkt in Philippsthal wurde wegen Corona erneut verschoben

Im Wandel der Zeit: Das Logo auf der Helfer-Kleidung, die ehemaligen und aktuelle Organisatorinnen (von links) Sandra Otto, Sarah Koch, Sonja Werner, Daniela Schröder, Tanja Meier und Kornelia Schneider-Bock auf unserem Bild präsentieren, hat sich in den vergangenen 25 Jahren mehrfach verändert. Unser
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Im Wandel der Zeit: Das Logo auf der Helfer-Kleidung, die ehemaligen und aktuelle Organisatorinnen (von links) Sandra Otto, Sarah Koch, Sonja Werner, Daniela Schröder, Tanja Meier und Kornelia Schneider-Bock auf unserem Bild präsentieren, hat sich in den vergangenen 25 Jahren mehrfach verändert. Unser

Eigentlich sollte der 50. Luftikus-Flohmarkt schon im vergangenen Frühjahr in der Philippsthaler Kreuzberghalle stattfinden. Auch ein Nachhol-Termin fällt jetzt Corona zum Opfer.

Philippsthal – Wie das gesamte öffentliche Leben fiel jedoch auch der Basar für Baby- und Kinderbedarf dem Corona-Lockdown zum Opfer. Zwischenzeitlich hatten die Organisatorinnen vorläufig grünes Licht für einen Nachholtermin am 1. November. Doch auch der zweite Anlauf, für den eigens ein Hygienekonzept erstellt worden war, fällt jetzt den steigenden Infektionszahlen zum Opfer. Das Organisationsteam hofft nun, das ein dritter Versuch im kommenden Jahr gelingt.

Dass aus ihrer Idee eine feste Größe in der Region wird, ahnten die Initiatorinnen des ersten Flohmarkts im Frühjahr 1995 noch nicht. Denn eigentlich sollte nur ein wenig Geld für einen Zoobesuch mit dem Kindergarten zusammenkommen. „Am Anfang haben wir im Dorfgemeinschaftshaus Heimboldshausen nur die Tische vermietet und es fand noch Eigenverkauf statt“, erinnert sich Kornelia Schneider-Bock, die damals zu den Organisatorinnen gehörte. Wenig später ging das Team dazu über, die Artikel in Kommission zu nehmen und den Verkauf selbst abzuwickeln.

Irgendwann reichte der Platz im Dorfgemeinschaftshaus nicht mehr aus, die Veranstaltung zog in die Kreuzberghalle im Kernort um. „Mit jedem Basar sind wir routinierter geworden“, erinnert sich Tanja Meier, die die Flohmärkte lange Zeit gemeinsam mit Claudia Eichler koordiniert hat. Anfangs wurde noch mit Listen und Aufklebern gearbeitet. Später halfen Computer und Excel-Tabellen, beim wachsenden Angebot den Überblick zu behalten. Aktuell bereitet das Basarteam die Umstellung von telefonischer auf Online-Nummernvergabe vor.

Das Angebot der im Frühjahr und im Herbst ausgerichteten Flohmärkte umfasse jeweils rund 15 000 Artikel, berichten Sarah Koch und Sandra Otto vom aktuellen Organisationsteam. Entsprechend groß ist der Aufwand für die Ehrenamtlichen, die vorab die Second-Hand-Ware entgegennehmen, Tische und Kleiderständer bestücken, die Käuferströme in die richtigen Bahnen lenken und im Anschluss die Auszahlung des Verkaufserlöses beziehungsweise die Rückgabe der nicht verkauften Gegenstände abwickeln.

Rund ein Drittel der angebotenen Kleidungsstücke und Spielwaren finde in der Regel einen neuen Besitzer. Zum 33-köpfigen Helferteam gehören übrigens nur Frauen. „Unsere Männer passen in der Zeit auf die Kinder auf“, sagt Sandra Otto augenzwinkernd.

Zehn Prozent des Verkaufspreises gehen an die ehrenamtlichen Veranstalter, die mit dem Erlös die Kinder- und Jugendarbeit unterstützen. „Die Spendenübergaben waren für mich immer besondere Momente“, fasst Tanja Meier die Motivation der Helferinnen in Worte. Rund 33 000 Euro hat das Luftikus-Team in den vergangenen 25 Jahren insgesamt gespendet – überwiegend in der Werragemeinde. Neben Kindergärten, Schulen und den Jugendabteilungen wurden mit dem Geld auch die Eltern schwerkranker oder behinderter Kinder unterstützt. (Jan-Christoph Eisenberg)

facebook.com/luftikus.philippsthal

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