Attraktivität steigern

Freie Bahn für Rad-Arena im Kalirevier

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Vor der Kulisse des Monte Kali: Durch ein themenbezogenes Radwegenetz könnte das hessisch-thüringische Kalirevier touristisch aufgewertet werden.

Harnrode – Durch ein themenbezogenes Radwegenetz könnte das hessisch-thüringische Kalirevier attraktiver für Touristen werden.

Nachdem das Heringer Stadtparlament bereits grünes Licht gegeben hatte, stimmten am Montagabend auch die Philippsthaler Gemeindevertreter einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung zu. In einer Machbarkeitsstudie sollen zunächst – auf Grundlage vorhandener Radwege – die besten und sichersten Streckenführungen ausgearbeitet werden. Dem Projekt mit dem Arbeitstitel Werratal-Radarena liegt dabei das Konzept des Regio-Radelns zugrunde: Touristen fahren nicht auf Radfernwegen von einem Quartier zum nächsten, sondern beziehen für mehrere Tage eine feste Unterkunft, von der aus sie zu Tagestouren starten. Angedacht sind zehn Rundkurse von 30 bis 60 Kilometern Länge, die von einer 135 Kilometer langen Revier-Runde umschlossen werden. Für die Machbarkeitsstudie rechnen die Kooperationspartner mit Kosten von rund 68 700 Euro. Den Löwenanteil, nämlich rund 55 000 Euro steuert das Förderprogramm Werra-Weser-Ulster-Fonds des Bundes bei. Je 5000 Euro übernehmen die Stadt Heringen und die Marktgemeinde Philippsthal, weitere 4000 Euro kommen vom Wartburgkreis, der der Kooperation inzwischen beigetreten ist. Über die tatsächliche Umsetzung muss nach Fertigstellung der Studie gesondert entschieden werden. Einstimmig in die Beschlussvorlage aufgenommen wurden auch zwei Zusatzanträge: So monierte Carsten Wiegand (CDU) einen Passus der Kooperationsvereinbarung, nach dem „konkrete Projektausführung und Lage“ durch die erarbeitete Machbarkeitsstudie bestimmt werden sollten. „Wir können uns doch nicht als Auftraggeber dem Diktat unterwerfen, welche Priorität gesetzt wird und in welcher Reihenfolge eine Rad-Arena umgesetzt wird“, verdeutlichte er, woraufhin diese Formulierung entsprechend entschärft wurde.

Auf Antrag der FWG soll im Zuge der Studie auch eine alternative Trassenführung des Radwegs aus dem Werratal nach Hohenroda geprüft werden. Zwischen Röhrigshof-Nippe und Ausbach müssen Radler bislang die Straße mitbenutzen.

Mangels Zugriff auf die ehemalige Kreisbahntrasse regte Maik Nennstiel eine Streckenführung über einen Weg direkt neben dem Bahngleis bis zur Ransbacher Schellmühle und von dort weiter über einen geschotterten Weg zum alten Forsthaus an. Auf Philippsthaler Seite würde diese Route nach den Vorstellungen der FWG auf Höhe der Eichmühle direkt am vorhandenen Radweg an der B 62 beginnen. Dafür müsste die Gemeinde allerdings ein Grundstück ankaufen. Alternativer Startpunkt könnte auch der Radweg an der Nippe sein – von dort aus müssten die Radler allerdings die Landesstraße überqueren.

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