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Ehemaliger Aldi-Markt wird zum Postzentrum umgebaut

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Die Arbeiten laufen: (von links) Bauleiter Daniel Schmerfeld (HS-Bau), Eigentümer Peter Kellner und Bauleiter Lothar Conradi (Architekturbüro Hess) betrachten die Pläne für den Umbau des früheren Aldi-Marktes (kleines Bild) an der Philippsthaler Parkstraße zum Zustellstützpunkt der Post. Foto: Eisenberg
Die Arbeiten laufen: (von links) Bauleiter Daniel Schmerfeld (HS-Bau), Eigentümer Peter Kellner und Bauleiter Lothar Conradi (Architekturbüro Hess) betrachten die Pläne für den Umbau des früheren Aldi-Marktes an der Philippsthaler Parkstraße zum Zustellstützpunkt der Post. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Wo einst Bananen, Konserven und Toilettenpapier verkauft wurden, sollen in Kürze Briefe und Pakete umgeschlagen werden. Der Umbau des ehemaligen Aldi-Marktes an der Philippsthaler Parkstraße hat begonnen.

Eigentümer Peter Kellner lässt die Immobilie nach den Vorgaben der Post zum Zustellstützpunkt umgestalten. Der Brief- und Paketdienstleister möchte seine bisherigen Stützpunkte in Heringen und Vacha (Wartburgkreis) in Philippsthal bündeln (unsere Zeitung berichtete). Das neue Quartier war im Jahr 1996 als Geschäftsimmobilie mit großer Verkaufshalle, separater Bäcker- und Metzgerfiliale sowie einer weiteren Einzelhandelsfläche errichtet worden. Nach dem Umzug des Discounters an den Ortseingang im Jahr 2006 stand der Komplex länger leer.

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Vor fünf Jahren erwarb schließlich Unternehmer Peter Kellner den ehemaligen Aldi-Markt für seine Firma BF-Tec, die auf die Entwicklung von betonlosen Fundamenten aus Stahl spezialisiert ist. Der Firmensitz wurde zwischenzeitlich allerdings in Kellners Heimatort Süß verlagert - unter anderem, weil es dort ein geeignetes Erprobungsgelände für die Bohrfundamente gibt. Mit der Post einen langfristigen Mieter gefunden zu haben, ist für den Eigentümer ein Glücksfall. Einen sechsstelligen Betrag investiert Kellner nach eigenem Bekunden, um den ehemaligen Einkaufsmarkt für den Postumschlag fit zu machen. Die Pläne hat das Neuensteiner Architekturbüro Albert Hess in enger Abstimmung mit der Post erstellt.

Mehrere Durchbrüche waren im Innenraum nötig. An der Rückwand erhält das Gebäude zwei große Fenster. In der Mitte des früheren Verkaufsraums wird eine neue Trennwand eingezogen, um den Brief- und Paketumschlag abzugrenzen. Über die vorhandene Laderampe, die laut Kellner mit einer Überfahrbrücke ausgestattet wird, sollen die Rollwagen mit den Postsendungen künftig ins Innere gelangen. Dort werden sie auf die einzelnen Zustelltouren aufgeteilt.

Im der früheren Metzgerei, in der sich zuletzt Kellners Büro befand, entstehen ein Multifunktionsraum sowie Technikbereiche.

Damit die Postautos im Trockenen beladen werden können, lässt Kellner an der Vorderseite ein Carport errichten. Insgesamt 22 Fahrzeuge wolle die Post hier künftig stationieren. Bis 2022 solle die Flotte auf Elektroantrieb umgestellt sein, berichtet Peter Kellner, der entsprechende Ladesäulen installieren lässt. Um genügend Platz für den Fuhrpark zu schaffen, werde das Außengelände um einige Meter des Turnhallen-Parkplatzes erweitert.

Mit dem Umbau hat der Unternehmer überwiegend Firmen aus der Region beauftragt.

Warum die Postautos vorübergehend am ehemaligen Edeka-Markt an der Rathausstraße stationiert sind, lesen Sie in der gedruckten Mittwoch-Ausgabe und im E-Paper.

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