Alter Bekannter als Attraktion

Bergbau-Oldtimer am Erlebnisbergwerk Merkers aufgestellt

Neuer Blickfang fürs Besucherbergwerk: Der Erste Beigeordnete der Krayenberggemeinde Manfred Grob sowie Johannes Zapp, Jörg Wolf, Tibor Ulrich, Michael Hill, Bernd Gorski und Ulf Schmidt (von links, alle Mitarbeiter bei K+S) enthüllten das Ladetransportfahrzeug am neuen Standort.
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Neuer Blickfang fürs Besucherbergwerk: Der Erste Beigeordnete der Krayenberggemeinde Manfred Grob sowie Johannes Zapp, Jörg Wolf, Tibor Ulrich, Michael Hill, Bernd Gorski und Ulf Schmidt (von links, alle Mitarbeiter bei K+S) enthüllten das Ladetransportfahrzeug am neuen Standort.

Fast vier Monate war das Erlebnisbergwerk Merkers coronabedingt geschlossen. Inzwischen ist der Besuch wieder möglich. Ein restaurierter Ladetransporter empfängt nun die Gäste.

Merkers – Schon seit einigen Wochen steht das sogenannte LTF 7 am Besuchereingang des Erlebnisbergwerks. Der Bergbau-Oldtimer verbrachte seine gesamte Einsatzzeit in Merkers. Er wurde unter Tage eingesetzt, um gesprengtes Salz aufzuladen und zur Kippstelle zu transportieren.

Jetzt wurde das LTF 7 vor etwa 20 Zuschauern offiziell enthüllt. In seiner Eröffnungsrede sagte Johannes Zapp, Leiter der Bergwerksbetriebe des Werks Werra: „Bisher war – neben den Fördergerüsten der Schächte I und II – ein historischer Förderwagen das einzige bergbautypische Requisit über Tage.“ Da diese Loren überall im Revier – etwa an Ortseingangsschildern – zu finden seien, habe man für das Besucherbergwerk Merkers etwas Besonderes gewollt.

Ulf Schmidt, Reviersteiger und Besucherführer im Erlebnisbergwerk, hatte die Idee zu dem neuen Ausstellungsstück: Gemeinsam mit Jörg Wolf, dem Technikleiter des Werks Merkers, und unterstützt durch die Zentralwerkstatt, wurde das historische Fahrzeug für die Besucher restauriert und im damals typischen Rotton frisch lackiert. Unter der Haube des LTF 7 stecken 185 PS eines Deutz-Achtzylindermotors. Hergestellt wurde das Ladetransportfahrzeug im Jahr 1984 von der VEB Bergwerksmaschinen in Dietlas. Die Schaufel kann pro Fahrt sieben Tonnen Salz transportieren – mit einer Länge von fast zehn Metern und einer Breite von mehr als drei Metern ist das Fahrzeug am Eingang zum Bergwerk wirklich beachtlich. Unbeladen bringt die Maschine 22,7 Tonnen auf die Waage.

Silke Behrens, Leiterin von Marketing und Eventmanagement des Besucherbergwerks, sagt: „Es war schon schlimm, als das Werk schließen musste.“ Von März bis Mitte Juni fanden weder Führungen noch Konzerte unter Tage in Merkers statt. Geplante Konzerte seien auch für den Rest des Jahres abgesagt, so Behrens. Man habe aber mit den Künstlern Ersatztermine für nächstes Jahr vereinbart. Führungen finden zumindest wieder seit Mitte Juni mit Hygienekonzept und Maskenpflicht statt. Die Besucher seien sehr verständnisvoll. Durch das neue Hygienekonzept könne man nur noch halb so viele Besucher wie üblich beherbergen. Gerade in der Ferienzeit habe man vielen absagen müssen, da momentan lediglich 180 Gäste pro Tag befördert werden können.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten von unter Tage. Ein neuer Besichtigungspunkt wird zur Erlebnistour hinzugefügt. Die Produktion der Kali-Düngemittel über Tage soll durch Modelle unter der Erde dargestellt werden, erklärt Silke Behrens. Unter anderem könne man Modelle von einem Kali-Förderturm sehen und sich über Fabrikanlagen informieren. (Christian Neumann)

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