Konzert am Samstag

50 Jahre mobile Orgel: Posaunenchor Heimboldshausen besteht ein halbes Jahrhundert

Aus den Anfangsjahren: Der noch junge Posaunenchor Heimboldshausen spielt um 1968/1969 ein Ständchen für Pfarrer Ernst Giese. Es musizieren (von links) Egon Liewald, Wolfgang Mitt, Peter Kohlhaas, Elisabeth Stang, Brunhilde Zebisch, Paul Weitz, Dieter Rudolph, Volker Krause, Hans-Werner Stang, Walter Möller, Ernst-Günther Ludwig (Vorsitzender), Petra Möller, Ernst Sauerwein, Gerhard Brandenstein, Wolfgang Göcking, Walter Möllenkamp und Friedrich Oehling (Chorleiter). Foto: nh

Heimboldshausen. Vor 50 Jahren wurde der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Heimboldshausen gegründet. Mit einem Konzert soll dieses Jubiläum gefeiert werden. 

Als sich zum Ende des Jahres 1967 insgesamt 20 Jugendliche und Erwachsene im Martin-Luther-Haus in Heimboldshausen trafen, um einen Posaunenchor zu gründen, war das für den damaligen Pfarrer Ernst Giese ein besonderer Grund zur Freude: Das Wort Gottes könne nun auch musikalisch weitergetragen werden, soll Giese den Mitgliedern laut Überlieferung mit auf den Weg gegeben haben.

Die Gründung liegt inzwischen ein halbes Jahrhundert zurück, dem seinerzeit vom Pfarrer formulierten Auftrag kommen die Mitglieder auch heute noch nach. Zur ersten Zusammenkunft im Jahr 1967 sei sogar der Landesposaunenwart aus Treysa nach Heimboldshausen gekommen, heißt es in Aufzeichnungen des Chores.

Zur Gründungsversammlung spielte seinerzeit der Posaunenchor aus dem benachbarten Philippsthal. Dessen Dirigent Friedrich Oehling übernahm auch die Leitung des neuen Ensembles in Heimboldshausen.

Rund ein halbes Jahr nach der Gründung fand an Pfingsten 1968 der erste öffentliche Auftritt statt. „Ab 1969 spielte sich dann nach und nach ein fester Jahresablauf ein“, erklärt der heutige Vorsitzende Stefan Daube. Viele Termine finden sich noch immer im Jahreskalender: Die musikalische Begleitung von Gottesdiensten an hohen kirchlichen Feiertagen, Konfirmationen und Jubelkonfirmationen, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, Geburtstagsständchen sowie der Einsatz als mobile Orgel bei Gottesdiensten im Grünen oder im Kirmeszelt, der gemeinsame Auftritt mit dem Posaunenchor Philippsthal zum Weihnachtsmarkt im Schlosshof und das traditionelle „Kurrendeblasen“, also das Ständchenspielen in den fünf Ortsteilen des Kirchspiels.

„Im Durchschnitt hat der Posaunenchor Heimboldshausen somit 110 Einsätze im Jahr, denn für die Auftritte muss natürlich auch geprobt werden“, erklärt Stefan Daube. Die Gemeinschaft wird bei Bei Bläserfreizeiten, Fahrten, Wandertagen, Grillabenden und Bläserwochenenden gepflegt. Dreimal wurde im Laufe des Bestehens das Kreisposaunenfest ausgerichtet.

Nach dem frühen Tod des ersten Chorleiters Friedrich Oehling übernahm Gerald Przybylski diese Aufgabe. Ihm folgten Volker Krause, Hans-Georg Wanderer, Dieter Rudolph, Matthias Theuerkauf sowie Dieter und Michael Rudolph. Seit dem Jahr 2001 hat Andreas Werner die musikalische Leitung inne. Aktuell besteht der Chor aus insgesamt 17 Aktiven, sieben Jungbläser befinden sich in der Ausbildung.

Das 50-jährige Bestehen soll am Samstag, 18. November, gefeiert werden. Um 17 Uhr beginnt das Festkonzert mit Ehrungen in der evangelischen Kirche Heimboldshausen. Der Eintritt frei: Im Anschluss ist ein gemütliches Beisammensein beim warmen und kalten Getränke sowie Spezialitäten vom Grill im festlich beleuchteten Kirchhof geplant.

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