Mit Stargästen

400 Besucher bei Winterzauberland-Show in Philippsthal

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Hier wurde einiges geboten: Takeo Ischi mit seinem großen Fan Ursula Schlereth aus Tann. 

Philippsthal. Die Show Winterzauberland lockte am späten Sonntagnachmittag fast 400 Besucherinnen und Besucher in die ausverkaufte Kreuzberghalle.

Auf Schnee und Eis können die Philippsthaler verzichten. Nicht jedoch auf ihre alljährliche Winterzauberland-Show.

Das Kulturwecker-Team mit Hartmut Sell und Ralf Orth an der Spitze hatte den dreieinhalbstündigen Augen- und Ohrenschmaus einmal mehr an die Werra geholt, und für die beiden Vereinsvorsitzenden war es nach dem „Glückauf“ an das Publikum das reinste Vergnügen, das Wort an den mit Eurovisionsfanfare auf die Bühne eilenden Berliner Kultmoderator Bert Beel zu übergeben. Der versprach eine phantasievolle Revue mit Musik, Show und Parodie und ermunterte das Publikum sogleich zum Mitsingen. „Freut euch des Lebens“ war die Devise, und das ließen sich die schnell begeistert mitschunkelnden Gäste nicht zweimal sagen.

Erste Stargäste waren die Vaiolets aus Südtirol. Im Kastelruther-Spatzen-Stil sangen die Eppaner von der Heimat, der weißen Madonna und davon, wie es bei ihnen „Dahoam“ ausschaut. Ihr Credo: „Die Jahre vergehn, doch wahre Liebe und wahres Glück bleiben bestehn!“

Angelique & Kavalier überzeugten mit einer Hut- und Kostümshow. In fast schon atemberaubender Geschwindigkeit ließen sie Hüte durch die Luft wirbeln und zu passenden Gassenhauern Prominente aus aller Herren Länder auftreten. Dabei reichte die Bandbreite vom „Alten Fritz“ bis zu Modeschöpfer Karl Lagerfeld, vom rassigen Torero aus der Oper „Carmen“ bis hin zur temperamentvollen Nonne, der das „Halleluja“ von Händel in den Mund gelegt wurde.

Bert Beel zeigte sich ebenfalls immer wieder neu ausstaffiert. Mal als Maria Hellwig („Servus, Gruezi und Hallo“), mal als Gotthilf Fischer, mal als Wildecker Herzbub, mal als durchs Publikum witzelnder Otto – auf jeden Fall mit sonnigem Gemüt.

Das strahlte auch der jodelnde und inzwischen in Reit im Winkl lebende Japaner Takeo Ischi aus, frei nach dem Motto: „Einen Jodler hör ich gern, aus der Näh und aus der Fern!“ Dazu passend ließ der Wahl-Bayer das „Bibi-Hendl“ gackern, und „La Montanara“ gab es obendrauf. Untermalt vom Klang kleiner und großer Glocken.

Der aus Oberschlesien stammende Edward Simoni überzeugte als Magier der Pan- und Querflöte. Sein Spektrum reichte von der Querflöten-Polka über Albert Hammonds „When I Need You“ bis hin zu seiner mit Bravo-Rufen gefeierten, wunderschönen „Pan-Romanze“. Nach „Elini“ gab er die Zugabe des Abends: Binos 40 Jahre junge Alt-Schnulze „Mama Leone“.

Als älter gewordene, am Schlagerhimmel aber immer noch leuchtende Sterne präsentierten sich die Stars der Winterzauberland-Stars, Judith & Mel. Mit „Unsere besten Jahre sind noch nicht vorbei“ sang das Traumpaar aus dem hohen Norden seinem Publikum so richtig aus dem Herzen, und so mancher ließ sich gerne an in goldenen Jahren im Wunderland der Liebe erlebte Nächte erinnern – ganz egal, ob es in Griechenland oder in kälteren Gefilden war. Mit einem Medley ihrer großen Erfolge leiteten Judith & Mel dann über zum großen Finale aller Beteiligten, für das das Auditorium immer wieder stehend Beifall spendete und für das sich Hartmut Sell, wie es in Philippsthal Brauch ist, bei den bestens aufgelegten Künstlern mit einer „Stracken“ bedankte. (apl) 

Volksmusik und tolle Stimmung bei Winterzauberland in Philippsthal

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