Annerose Gebhardt führt seit 20 Jahren das Hotel

Hotel Waldschlösschen: Ein rustikales Haus zum Wohlfühlen

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Seit 20 Jahren führt Annerose Gebhardt das Hotel Waldschlösschen in Dankmarshausen.

Das Hotel nördlich von Heringen liegt an der ehemaligen Grenze zur DDR in direkter Nähe zu dem Naturschutzgebiet „Rhäden“ und ist auf Wanderer und Radfahrer spezialisiert. 

Ausflugstipps und Erzählungen aus der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte gibt’s gratis, die gute Thüringer Küche nach erlebnisreichen Tagen abends und gemütliche Zimmer sorgen für erholsame Nächte: das Hotel Waldschlösschen in Dankmarshausen ist ein kleines, familiär geführtes Landhotel mit Charme und Persönlichkeit.

Für beides sorgt Annerose Gebhardt, die mit Leidenschaft und großem Einsatz das Haus seit 20 Jahren führt.

Das ruhige Hotel nördlich von Heringen liegt an der ehemaligen Grenze zur DDR in unmittelbarer Nähe zu Wald, Wiesen und dem Naturschutzgebiet „Rhäden“ und wird bevorzugt von Wanderern und Radfahrern auf dem Werra-Radwanderweg frequentiert. Aber auch für Familienfeiern oder Kegel-, Angler- und Kanuwochenenden an und auf der Werra bietet sich das Waldschlösschen an, genauso wie für Motorradfahrer, die das Haus als idealen Ausgangspunkt für großzügige Tagestouren durch den Thüringer Wald nutzen.

Hausgäste und Familienfeiern

„Wir sind ein rustikales Haus zum Wohlfühlen“, betont Annerose Gebhardt. Sie sorgt mit ihrem achtköpfigen Team dafür, dass den Gästen jeder Wunsch erfüllt wird „und der Laden läuft“. Die 64-Jährige selbst ist vorwiegend für die Küche zuständig, in der sie für die Hausgäste täglich Abend- Menüs frisch zubereitet. „Ein öffentliches Restaurant sind wir zwar nicht, aber für Familienfeiern bieten wir gerne festliche Mehr-Gänge- Menüs oder Buffets an“.

Annerose Gebhardt sorgt an sieben Tagen der Woche für das Wohl ihrer Gäste.

Annerose Gebhardt freut sich besonders über die vielen Stammgäste, die immer wieder ihre Familienfeiern in der Mitte Deutschlands bei ihr in Dankmarshausen feiern. Auf Wunsch sorgt sie für die passende Dekoration und auch für die Musik eines Alleinunterhalters.

Aufgrund der Lage in der Urlaubsregion Werratal hat sich das kleine Hotel auf Wanderer und Radfahrer spezialisiert, die bei Ankunft alle mit einem Getränk begrüßt werden. Zehn gemütliche Doppel-, zwei Einzelzimmer, ein Familienzimmer und eine Juniorsuite stehen zur Verfügung. Im Haus gibt es zwei Bundeskegelbahnen für die aktive Erholung, in der Sauna und dem Dampfbad kann man sich wieder fit schwitzen und erholen. Der Wellnessbereich ist öffentlich, „hier ist jeder willkommen“.

Das Waldschlösschen hat neben den Parkplätzen für PKW auch Stellplätze für Wohnmobile und Busse, für Biker und Radler Garagenstellplätze ohne Aufpreis. Unkonventionell dürfen Wanderer auch schon mal auf der großen Wiese ihre Zelte aufschlagen und das Hotel zum Duschen und Essen nutzen. „Hauptsache, die Gäste fühlen sich wohl“, sagt die Hotelbesitzerin lächelnd. Die „Chefin“ ist auch gefragt, wenn wissbegierige Touristen Einzelheiten zum Leben an der ehemaligen Grenze oder zum Kalirevier haben. „Es gibt immer noch viel zu erzählen“.

Manche Gäste erzählen ihr auch selbst Geschichten, an die sie sich noch Jahre später gerne erinnert. „Es gab mal einen älteren Wanderer, der vorher im Wald gezeltet, dabei sein Gebiss an einer Quelle verloren und später tatsächlich wiedergefunden hat“.

Etliche Anekdoten mehr hat die 64-Jährige im Laufe der letzten 20 Jahre gehört, seit sie 1999 das Hotel übernahm. Studiert hat sie zu DDR-Zeiten Nahrungsgüterwirtschaft, bevor sie ihren Ehemann kennenlernte. Mit drei Kindern führte sie 15 Jahre lang die Buchhaltung in dessen Betrieb. Als das Waldschlösschen einen neuen Besitzer suchte, griff sie zu. Bereut hat Annerose Gebhardt diese Schritt nie, „obwohl ich mir speziell die behördlichen Auflagen etwas einfacher vorgestellt habe“.

Das Gemüse frisch aus dem eigenen Garten wird in der Küche verwendet.

Ansprechpartnerin rund um die Uhr

Stets aufgeschlossen für Neues, ging die „eingemeindete Dankmarshäuserin“ in den zwei Jahrzehnten einige neue Wege. Über acht Jahre lang bot sie zum Beispiel sonntägliche Tanztees an, die großen Anklang fanden. „Sogar zwei Pärchen haben sich damals im Waldschlösschen gefunden“. Mangels Besucher stellte sie die Tanzveranstaltungen letztendlich ein, genau wie der Sonntagskaffee, der zu wenig Gäste brachte.

Dafür hat sie sich ganz auf die Hotelgäste und Familienfeiern konzentriert. Annerose Gebhardt arbeitet nicht nur sieben Tage in der Woche für ihr Hotel, sie wohnt mit ihrem Mann auch im gleichen Haus. „Ich bin immer präsent“. Um komplett abschalten zu können, gönnt sie sich ein bis zweimal im Jahr Urlaub weit weg.

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