Ungewöhnlich hohe Förderung

Zwei Millionen für Heringer Sportplatz: Ausschreibung läuft

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Freuen sich über zwei Millionen Euro für die Sanierung und Erneuerung des Sportplatzes in Heringen: Ortsvorsteher Gerhard Rudolph, Staatsminister und Bundestagsabgeordneter Michael Roth (SPD), Bauamtsleiter Michael Franz, Christoph Peters, stellvertretender Schulleiter der Werratalschule, Michael Herrmann, Vorstand des VfB Heringen, Christian Brandes, Vorsitzender TV 03 Heringen, und Bürgermeister Daniel Iliev (von links). Die Fußballplätze und die Laufbahn stehen auf der Prioritätenliste ganz oben.

Zwei Millionen Euro vom Bund bekommt die Stadt Heringen für die Sanierung ihres Sportplatzes.

Wann genau der Heringer Sportplatz angelegt oder zuletzt erneuert wurde, wusste beim Pressetermin zur offiziellen Präsentation des Zuwendungsbescheids für die Sanierung zwar niemand ganz genau, in einem waren sich aber alle einig: Die Anlage ist längst in die Jahre gekommen und muss saniert werden.

Vom Bund wird das Projekt mit rund zwei Millionen Euro unterstützt, was einer 90-prozentigen und damit ungewöhnlich hohen Förderung entspricht (wir berichteten bereits). Der zu leistende Eigenanteil der hoch verschuldeten Stadt beträgt deshalb „nur“ etwa 225 000 Euro.

Für Bürgermeister Daniel Iliev ist die Förderung, ohne die ein solches Vorhaben gar nicht möglich wäre, nicht nur wie ein „Lottogewinn“, sondern auch „gut angelegtes Geld“. Der Sportplatz wird nicht nur von Vereinen wie dem TV 03 Heringen und dem VfB Heringen genutzt, auch der Leichtathletikunterricht und die Bundesjugendspiele etwa der Werratalschule finden dort statt.

Aktuell läuft die der hohen Summe wegen europaweite Ausschreibung für die Planungsleistungen. Sobald ein Planungsbüro beauftragt ist, sollen die Pläne für den Sportplatz konkretisiert und geprüft werden, sodass spätestens 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, berichteten Iliev und Bauamtsleiter Michael Franz. Bis zum 31. Dezember 2023 muss das Projekt den Vorgaben nach abgeschlossen sein.

Erneuert werden soll laut Bürgermeister „alles, was möglich ist“. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen die Fußballplätze und die Tartan-Laufbahn. Einer der beiden Rasenplätze soll durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden, der dann auch im Winter oder bei schlechtem Wetter genutzt werden kann. Ebenfalls erneuert und mit LED ausgerüstet werden soll die Flutlichtanlage, und wenn noch Geld übrig ist, ginge es an die Außenanlagen und die sanitären Anlagen. Gearbeitet und geplant werden soll „von innen nach außen“, so Iliev. Das heißt: Erst sind die Plätze dran, dann die Laufbahn und so weiter.

Die Sanierung sei kein Prestigeobjekt der Stadt, es handele sich vielmehr um ein „Projekt für die Bürger“, betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth. Mit Blick auf die hohe Fördersumme sprach er von einer „Ausnahmesituation“. Solche Vorhaben seien eigentlich Sache der Länder und Kommunen, doch die finanzielle Situation sei momentan gut, sodass insgesamt 300 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur zur Verfügung standen. Von 1300 Anträgen wurden laut Roth 186 genehmigt.

Die Erneuerung der Sportanlage ist außerdem Bestandteil des laufenden Stadtumbaus in Heringen.

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