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WGH: Ries schreibt uns keine Anträge

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Heringen. Mit großer Verwunderung reagieren die Heringer WGH-Fraktion und der Vorstand der WGH auf den Kündigungsgrund des Stadtverordenten Jürgen Richter.

Richter hatte seinen Austritt aus der Fraktion gegenüber unserer Zeitung damit begründet, dass der ehemalige Bürgermeister Hans Ries zu viel Einfluss auf die Entscheidungsprozesse der Fraktion in der Heringer Kommunalpolitik nehme (unsere Zeitung berichtete).

Fritz Walter
Fritz Walter

Dieses Argument sei so nicht hinzunehmen, schreibt Fraktionssprecher Fritz Walter in einer Pressemitteilung. Jürgen Richter habe den Wahlkampf der WGH und den Bürgermeisterwahlkampf voll umfänglich mitgetragen. Weiterhin habe die Fraktion Hans Ries gebeten, auch weiter in der Heringer Kommunalpolitik aktiv zu sein. Ries komme diesem Wunsch nach, indem er für die WGH sein Mandat als Stadtrat im Heringer Magistrat wahrnehme, argumentiert Walter. Der ehemalige Bürgermeister bringe seine Erfahrung und Fachwissen als ehemaliger Rathauschef ein. Auch die WGH-Fraktion zehre von seinem Wissen und gestalte und orientiere die kommunalpolitische Arbeit danach, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Wir stellen uns hinter Hans Ries und wollen damit auch demonstrieren, dass er viel Positives für Heringen erreicht hat“, betont Fritz Walter.

Jürgen Richter
Jürgen Richter

Die WGH werde auch künftig über seine Vorschläge zu Anträgen der WGH kritisch diskutieren und sein Hintergrundwissen zu bestimmten Themen einfließen lassen, kündigt der Fraktionssprecher an.

„Ausdrücklich muss festgestellt werden, dass die Fraktion auch künftig eigenständige Arbeit macht und ein Hans Ries keine Anträge für die Stadtverordnetenversammlung verfasst. Dies wird uns häufig von unserem politischen Gegenüber vorgehalten“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. (red/jce)

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