Rundkurs ums Revier

Werratal-Radarena: Heringer Stadtverordnete stimmen für Kooperation

Heringen. Mit einem Netz von themenbezogenen Radwegen soll das hessisch-thüringische Kali-Revier touristisch aufgewertet werden.

Den ersten formalen Schritt zur Beteiligung an diesem Projekt, das derzeit unter dem Arbeitstitel Werratal-Radarena geführt wird, machten die Heringer Stadtverordneten mit ihrem bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen gefassten Grundsatzbeschluss, einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung mit der Marktgemeinde Philippsthal beizutreten. Die in die ersten Überlegungen ebenfalls eingebundene Gemeinde Hohenroda sieht inzwischen von einer Beteiligung ab. Die beiden verbliebenen Partner streben jedoch eine Zusammenarbeit mit dem Wartburgkreis an. Ziel sei es, auf Basis der bestehenden Radwege in der Region ein attraktives Angebot für das sogenannte Regio-Radeln zu schaffen. Gemeint ist damit, dass die Touristen nicht auf Radfernwegen von einem Quartier zum nächsten fahren, sondern für mehrere Tage ein festes Quartier beziehen und von dort aus zu Tagestouren aufbrechen. Gleichzeitig solle durch das Vorhaben der Tagestourismus gestärkt und das Freizeitangebot für die Einheimischen verbessert werden, verdeutlichte der Rathauschef.

Ein erstes, grob ausgearbeitetes Konzept sehe – ausgehend von der Kaliregion als zentraler Achse – zehn Rundkurse von 30 bis 60 Kilometern Länge vor. Zu den Strecken mit Bezeichnungen wie Kuppenrhön- , oder Seulingswald-Runde, Rhöner Jakobs-Radweg, Salz- und Kupfer-Runde oder Felda-Werra-Tour kommt noch die 135 Kilometer lange Revier-Runde hinzu, ein Rundkurs mit den Eckpunkten Bad Salzungen, Dermbach, Schenklengsfeld Gerstungen und Moorgrund. Zusammengerechnet haben die zehn kleineren Rundkurse eine Länge von 470 Kilometern. Zuzüglich der großen Revierrunde ergibt sich ein 605 Kilometer langes Streckennetz. Bevor im größeren Umfang Geld für Beschilderung und Werbung ausgeben wird, soll zunächst eine Machbarkeitsstudie grundlegende Fragen klären. Dabei soll es beispielsweise um eine einheitliche Struktur im Hinblick auf Werbemittel, Beschilderung, Organisation, Vermarktung und Qualitätsmanagement über Landes-, Landkreis-, Kreis-, und Gemeindegrenzen hinweg.

Für diese Untersuchung entstehen voraussichtlich Kosten in Höhe von rund 68 700 Euro. 80 Prozent, also rund 55 000 Euro, übernimmt der Bund über das Förderprogramm Werra-Weser-Ulster-Fonds. Die konkrete finanzielle Aufteilung zwischen den Gemeinden soll in der noch zu fassenden Kooperationsvereinbarung geregelt werden.

Voraussetzung dafür ist ein analoger Grundsatzbeschluss des Philippsthaler Gemeindeparlaments, das sich voraussichtlich im Dezember mit diesem Thema befassen wird.

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