Bürgermeister und Werbegemeinschaft fällen schweren Herzens schwierige Entscheidung

Wegen der Corona-Pandemie: Heringen sagt Weihnachtsmarkt ab

Das Bild zeigt Heringens Bürgermeister Daniel Iliev und die Ex-Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Heike Hartmann, zusammen mit einem Weihnachtsmann.
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Ein Bild aus glücklichen Tagen: Weihnachtsmarkt in Heringen mit Bürgermeister Daniel Iliev und der Ex-Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Heike Hartmann.

Der Weihnachtsmarkt in Heringen fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Die Absage machten die Stadt und die Werbegemeinschaft am Dienstagnachmittag öffentlich.

Heringen - „Schweren Herzens müssen wir den Weihnachtsmarkt absagen. Angesichts erneut steigender Zahlen des Infektionsgeschehens sowie der neuerlichen Beschränkungen ist an einen idyllischen Weihnachtsmarkt kaum zu denken“, teilen Bürgermeister Daniel Iliev und Steffen Andersohn, der kommissarische Vorsitzende der Werbegemeinschaft, mit.

Man habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, zumal die Verantwortlichen optimistisch waren, einen „entzerrten Weihnachtsmarkt“ über die gesamte Länge der Hauptstraße und unter Einbeziehung der in diesem Jahr stark gebeutelten Einzelhändler organisieren zu können. Die aktuellen Beschlüsse des Corona-Kabinetts ließen der Stadt jedoch kaum Spielraum, um den hohen Aufwand noch vertreten zu können.

„Der Heringer Weihnachtsmarkt hat im vergangenen Jahr gezeigt, zu was unsere kleine Stadt fähig ist. Mehrere Hundert Besucher haben auf dem Anger und im Museum – nicht zuletzt auch in der Stadtkirche – dicht gedrängt und ausgelassen gefeiert“, so Iliev und Andersohn mit.

Dieses zauberhafte Weihnachtsflair hatte man trotz Corona bewahren wollen. Der Weihnachtsmarkt solle jedoch ein Fest für alle sein und nicht dazu führen, dass Einzelnen der Zutritt verweigert wird, man sich gehetzt fühlt oder den Kindern nichts bieten kann. „Als Veranstalter müssen wir zwingend sicherstellen, dass die maximal zulässige Anzahl der Besucherinnen und Besucher nicht überschritten wird, das Verzehren von Speisen und Getränken an ausgewiesenen Flächen stattfinden und stets die AHA-Regeln eingehalten werden. Dies lässt sich kaum sicherstellen, und erst recht lässt es keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber es untersagt hat, an einem der Adventssonntage die Geschäfte öffnen zu lassen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Stadt Heringen bittet deshalb um Verständnis für die Absage und wirbt zugleich dafür, sich schon jetzt umso mehr auf einen „herrlichen Weihnachtszauber in der Innenstadt“ im Jahr 2021 zu freuen. (red/kai)

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