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Ursache für Schwelbrand in Untertagedeponie weiter unklar

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Rückverfolgbar: K+S-Mitarbeiter Axel Papke entnimmt eine Probe von Abfälle, die in der Untertagedeponie Herfa-Neurode eingelagert werden sollen. Die Ursache für den Schwelbrand am 20. Oktober ist weiterhin unklar. © Eisenberg

Herfa. Zwei Monate nach dem Ausbruch eines Schwelbrandes in der Untertagedeponie Herfa-Neurode ist die Ursache weiterhin unklar.

Mit Erkenntnissen ist frühestens im Januar zu rechnen. Dann soll die luftdicht verschlossene Deponiekammer voraussichtlich geöffnet werden. Das berichteten der Vizepräsident der K+S-Entsorgung, Franz Xaver Spachtholz, sowie der Leiter der Abfallbeseitigung, Olaf Schaub, anlässlich eines Pressetermins. Am 20. Oktober hatte eine CO-Sonde steigende Werte angezeigt. Bei einer Überprüfung wurde in der Deponiekammer, in der schwermetallhaltige Filterstäube gelagert werden, Rauchentwicklung festgestellt. Die Kammer war daraufhin verschlossen und nach Evakuierung des Deponiefeldes von der Grubenwehr abgedichtet worden, um den Schwelbrand zu ersticken.

Das sei in diesem Fall die effektivste Brandbekämpfung, erläuterte Grubenwehr-Oberführer Dieter Windrich. In den Kammern sei es schwierig, Brandnester zwischen den gestapelten Bigbags mit Metallbrandpulver zu erreichen. Löschwasser dürfe nicht eingesetzt werden, da explosionsgefährlicher Wasserstoff entstehen könnte. Seit etwa drei Wochen hat sich die Temperatur hinter der verputzten Ziegelwand, welche die Kammer verschließt, nicht verändert. Sie soll nie über 40 Grad gelegen haben. Für die Verantwortlichen ist das ein Zeichen dafür, dass das Feuer eingedämmt ist. Mit dem Öffnen soll aber noch gewartet werden, um auszuschließen, dass der Brand durch die Zufuhr von Sauerstoff angefacht wird.

Eine Erklärung für den Schwelbrand in der Giftmülldeponie hat K+S bislang nicht. Das einzig brennbare Material in der Kammer seien die Holzpaletten, auf denen die Abfallsäcke angeliefert und eingelagert werden. Die Gebinde werden laut K+S stichprobenartig analysiert. In etwa fünf bis zehn Fällen pro Jahr muss laut Olaf Schaub die Annahme verweigert werden.

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