Niedriger Wasserstand der Werra

Trockenheit: K+S stoppt Produktion am Standort Wintershall

Heringen. Wegen der anhaltenden, extremen Trockenheit der vergangenen Monate wurde der K+S-Standort Wintershall in Heringen am Montagvormittag heruntergefahren und produziert bis auf Weiteres nicht mehr.

Das gab der Düngemittelhersteller in einer Pressemitteilung bekannt. Aufgrund der außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra stehe dieser Hauptentsorgungsweg für salzhaltige Abwässer nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Am Standort Hattorf in Philippsthal sei die Produktion zunächst noch gesichert. Durch die zu Jahresbeginn in Betrieb genommene Kainitkristallisations- und Flotationsanlage (KKF) habe dieser Betriebsteil ein geringeres Abwasseraufkommen als die Wintershaller Fabrik, erklärte Unternehmenssprecher Michael Wudonig auf Nachfrage unserer Zeitung. Halte der niedrige Wasserstand an, müsse auch dieser Standort heruntergefahren werden. Die Fabrik in Unterbreizbach könne hingegen voraussichtlich weiter produzieren, teilt das Unternehmen weiter mit.

K+S unternehme alle Anstrengungen, um die Produktion schnell wie möglich wieder zu steigern. Zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung würden derzeit geprüft. Ob für die 350 bis 400 betroffenen Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen werden kann, stehe noch nicht fest. Anderenfalls sollen Arbeitszeitkonten und Urlaubsregelungen greifen, erklärte der K+S-Sprecher. (jce)

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