Bund fördert Sanierung

1,2 Millionen fürs Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen

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Kann nun saniert werden: Das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen. Der Bund fördert das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro.

Millionenzuschuss für das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen: Mit 1,2 Millionen Euro wird der Bund die geplante Sanierung und den Ausbau der Einrichtung unterstützen. 

Das teilte der heimische Bundestagsabgeordnete und Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD) nach einem entsprechenden Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags am Mittwoch mit. Er habe sich in Berlin intensiv für die Förderung des Museums aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ stark gemacht, heißt es dazu.

Der Bund übernehme damit 90 Prozent der Gesamtkosten. Im Bundeshaushalt 2020 stehen insgesamt 200 Millionen Euro für eine weitere Förderrunde des Bundesprogramms zur Verfügung, mit dem Städte und Gemeinden Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen zu zukunftsfähigen Begegnungsstätten machen sollen. Bei der Erstauflage des Bundesprogramms sei 2018 eine so große Zahl von Anträgen eingegangen, dass für die neue Förderrunde keine Neuanträge mehr angenommen wurden und die Projektauswahl aus den bislang eingegangenen Anträgen erfolgte. Davon profitierte nun die Stadt Heringen. „Diese Förderung eröffnet die Chance, die Zukunft einer Einrichtung zu unterstützen, die weit überunsere Region hinaus strahlt“, freut sich Roth über den Zuschuss für Heringen, der gleichzeitig Anerkennung und Wertschätzung für den traditionsreichen Kalibergbau in der Region sei.

Ohne die Unterstützung des Bundes hätte die Stadt Heringen das Projekt aufgrund der Haushaltsnotlage nicht stemmen können. Auch Heringens Bürgermeister Daniel Iliev freut sich deshalb natürlich über die Förderzusage aus Berlin: „Als größtes deutsches Spezialmuseum für den Kalibergbau ist das Werra-Kalibergbaumuseum ein kultureller Leuchtturm in der Region, der zudem Tradition und Moderne der Kaliindustrie eindrucksvoll dokumentiert. Mit den Bundesmitteln können wir nun nach dem Sportplatz den nächsten Sanierungsstau in unserer Stadt abarbeiten und unser Ziel, die Stadt fit für die Zukunft zu machen, weiter verfolgen“, so Iliev.

Das 2003 gegründete Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen ist in der ehemaligen Volksschule untergebracht und auf 1000 Quadratmetern landesweit das größte Museum, das sich ausschließlich der Themenvielfalt rund um den Kalibergbau widmet. Die Förderung durch den Bund ermögliche nun nicht nur die erforderliche bauliche und energetische Sanierung des historischen Gebäudes, sondern auch die museale Erweiterung. „Durch die Aufwertung kann ein touristisch und gesellschaftlich bedeutendes Angebot von weit überregionaler Bedeutung geschaffen werden“, heißt es in der Mitteilung von Michael Roth. Neben dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum ist das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen fast einmalig in Deutschland.  (red/nm)

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