Sechs Anlagen werden nicht genehmigt

Vogelzug: RP lehnt Windpark am Monte Kali ab

Heringen. Das Regierungspräsidium Kassel (RP) hat den Genehmigungsantrag für den Windpark Monte Kali bei Heringen abgelehnt. Das bestätigte RP-Sprecher Michael Conrad auf Nachfrage unserer Zeitung.

Der Projektierer Enercon aus dem niedersächsischen Aurich hatte im Dezember 2014 den Bau von sechs Windrädern zwischen Heringen, Bengendorf und Kleinensee in unmittelbarer Nachbarschaft zur Abraumhalde des K+S-Standorts Wintershall beantragt. Die Genehmigungsunterlagen waren zuletzt im vergangenen August ergänzt worden. Ausschlaggebend für die Ablehnung seien vor allem naturschutzrechtliche Gründe gewesen, erläuterte Conrad. Vor allem der Vogelzug der Watvögel aus dem Naturschutzgebiet Rhäden und Rotmilanvorkommen hätten gegen das Vorhaben gesprochen.

Wegen der negativen Auswirkungen auf den Vogelzug hatte das Regierungspräsidium im vergangenen November bereits den benachbarten Windpark Gaishecke mit insgesamt 14 geplanten Anlagen gekippt. Für Heringens Bürgermeister Daniel Iliev ist die Ablehnung des Monte-Kali-Projekts deshalb keine Überraschung. „Ich freue mich, dass das Engagement der Bürger Erfolg hatte“, kommentierte der Rathauschef die Entscheidung.

Eine Stellungnahme des Projektierers Enercon zur Entscheidung stand zum Redaktionsschluss noch aus. (jce)

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